„Kein Bedarf für Neubau weiterer Anlagen“

Heiderich will Windräder bremsen

Hersfeld-Rotenburg. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich hat sich dafür ausgesprochen, den Ausbau der Windkraft in Deutschland zu bremsen. Zudem müsse das von Rot-Grün verfasste Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) reformiert werden, weil es Kapitalanleger zu Lasten der Bürger privilegiere.

„Der Aufbau immer neuer Windparks ist nicht die Priorität der Energiewende“, betont Heiderich. Vielmehr müsse der Ausbau der Netze Vorrang haben. Schon jetzt sei es immer öfter unmöglich, den durch Windräder erzeugten Strom tatsächlich zu den Verbrauchern zu bringen. Windräder stünden still, weil die Netze den Strom nicht komplett abnehmen könnten.

Trotzdem müssten die Bürger den Strom vollständig bezahlen. Inzwischen liege die Gesamtkapazität der Windparks in Deutschland mit etwa 33 Gigawatt deutlich über den Werten, die politisch geplant gewesen seien. Hinzu komme, dass 10 000 der bestehenden 25 000 Windräder auf neue Technologien aufrüsten wollten, was deren Leistung nahezu verfünffache.

Auch deshalb ergebe sich kaum noch Bedarf für den Neubau von Windanlagen. Das gelte auch für Hessen. Die Landesregierung habe zwar vorgegeben, zwei Prozent der Landesfläche für mögliche Windparks zu prüfen. Dies bedeute aber nicht, dass solche Flächen auch genutzt werden müssten. (red/kai) Seite 3+5

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