BUND kritisiert die Haltung des Bundestagsabgeordneten zur Windkraft

„Heiderich steht im Abseits“

Hersfeld-Rotenburg. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) wirft dem CDU-Bundestagsabgeordneten Helmut Heiderich vor, sich „mit immer neuen Behauptungen und Stellungnahmen als Windkraftgegner zu profilieren.“ Mit dieser Position stehe er sogar in seiner eigenen Partei im Abseits, meint Thomas Weißmüller, der zweite Vorsitzende des BUND-Kreisverbands Hersfeld-Rotenburg.

In einer Pressemeldung erinnert der BUND an die Gründe für die Energiewende. So gingen die fossilen Energieträger wie Erdöl oder Kohle langsam zur Neige. Zudem verursachten sie viele Umweltschäden. Darüber hinaus seien die fossilen Brennstoffe ein Hauptverursacher des Klimawandels, dessen Folgen nicht absehbar seien.

Demgegenüber seien die erneuerbaren Energien Wind und Sonne unbegrenzt vorhanden und verursachten keine oder nur geringe Umweltprobleme. „Es ist also ein Gebot der Vernunft, sich von den herkömmlichen Energieträgern zu verabschieden und auf erneuerbare Energieformen zu setzten“, schreibt Weißmüller, weil nur diese nachhaltig und zukunftsfähig seien. So stelle etwa der CDU-Kreisvorsitzende in Fulda, Dr. Walter Arnold, der auch wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion ist, fest, dass der konsequente und umfassende Einsatz regenerativer Energiequellen alternativlos ist.

„Einfache Wahrheiten“

„Dies sind relativ einfache Wahrheiten und müssten eigentlich auch Herrn Heiderich einleuchten“, meint Weißmüller. Zudem vermisst er bei Heiderich Antworten auf die Frage wie er sich die Energiegewinnung der Zukunft vorstellt.

„Der Vorwurf, mit der Windkraft würden Investoren Gewinne machen klingt für jemanden aus der CDU, der Partei der Marktwirtschaft, merkwürdig“, erklärt Weißmüller. Schließlich machten aber auch die großen Stromkonzerne mit Atom- und Kohlekraftwerken riesige Gewinne.

„Es wäre sicher zu begrüßen, die Bürger vor Ort in Form von Bürgerwindparks an der Nutzung von Windkraftanlagen zu beteiligen“, findet auch Weißmüller und stimmt in diesem Punkt Helmut Heiderich zu. Allerdings ging dafür keine Initiative von ihm aus.

Vielmehr beschränkte sich Heiderichs Engagement ausschließlich auf die grundsätzliche Kritik an der Windkraftnutzung. (red/kai)

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