CDU-Politiker besucht Projekte der deutschen Entwicklungshilfe in Tansania

Heiderich ist Massai-Dorfältester

Gern gesehen in Afrika: Unser Foto zeigt Helmut Heiderich mit einem Ziegen-Farmer in Tansania. Foto: nh/privat

Friedewald. Falls es mit der Bundestagswahl 2013 nicht klappen sollte, hat Helmut Heiderich auch noch ganz andere berufliche Perspektiven. Seit Kurzem ist der 63-Jährige nämlich auch Ehren-Dorfältester der Massai in Tansania. Seither besitzt er einen der typischen Wanderstäbe, mit denen die nomadischen Viehzüchter seit jeher durch die Savanne ziehen. Heiderich darf nun jederzeit zu den Massai zurückkehren.

Der CDU-Politiker war in seiner Eigenschaft als Mitglied des Entwicklungshilfeausschusses des Bundestages nach Afrika gereist, um dort vor Ort Projekte zu besichtigen, die mit deutschem Geld finanziert wurden. „Es ging um die Verbesserung der ländlichen Entwicklung“, berichtet er. „Wir bauen dort Bewässerungssysteme mit Geld der deutschen Entwicklungshilfe.“ Außerdem wurde über Ausbildungsprojekte und Schulungen verhandelt, die es den dortigen Kleinbauern ermöglichen sollen, mit modernen Anbaumethoden höhere Erträge zu erzielen.

Wie viele Afrika-Reisende hat auch Helmut Heiderich nach seiner Reise einen veränderten Blick auf viele unserer Probleme gewonnen. „Wenn wir in Berlin die Probleme der Welt diskutieren, ist man schon sehr weit weg von der dortigen Lebenswirklichkeit“, sagt er. Bei den Massai habe er gelernt, welch großer Entwicklungssprung es schon ist, dass man dort nun für einen Cent Wasser in Eimern an einer Wasserstelle kaufen kann.

„Wenn man das vor Ort erlebt, erkennt man, wie weit unsere Probleme von denen der Menschen dort entfernt sind“, berichtet er nachdenklich.

Von Kai A. Struthoff

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