CDU-Politiker fordert: Keine Leiharbeit mehr

Heiderich macht Druck auf Amazon

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich vor dem Amazon-Zentrum. Foto: nh

Bad Hersfeld. Im kommenden Weihnachtsgeschäft soll Amazon auf die „Zwischenschaltung dubioser Leiharbeiterfirmen“ verzichten. Das fordert der CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich nach einem Gespräch mit dem Betriebsrat in Bad Hersfeld. Amazon solle von Anfang an selbst als Vertragspartner auftreten. Dann hätten die Arbeitnehmer klare Verhältnisse und Amazon könne sich nicht vor der Verantwortung drücken.

Heiderich hatte nach dem „Tag der offenen Tür“, zu dem Amazon die Politiker der Region eingeladen hatte, bei der Zentrale in Luxemburg auch um ein Gespräch mit dem örtlichen Betriebsrat gebeten. Dessen Vorsitzender Lothar Bruns und seine Kollegin Ulla Dahmen informierten den Abgeordneten, dass der Betriebsrat aus insgesamt 27 Mitgliedern bestehe. Der Betriebsrat bestätigte die Aussagen des Unternehmens, dass es am Standort Bad Hersfeld zur Zeit keine Mitarbeiter von Leiharbeitsfirmen gebe.

Heiderich kündigte an, die CDU wollen sich nach der Bundestagswahl intensiver mit der Frage der Zeitarbeit beschäftigen. Ziel sei es, den Leiharbeitern vergleichbare Bedingungen mit denen der Festangestellten zu schaffen.

Amazon-General-Manager Robert Marhan hatte vor Kurzem mitgeteilt, dass nur etwa 20 Prozent der Arbeitsverträge in Bad Hersfeld befristet seien. Diese Quote wolle Amazon auch mittelfristig nicht überschreiten. „Wir wollen Amazon aber als großen Arbeitgeber in unserer Region behalten“, schreibt Heiderich in einer Pressemitteilung. Deshalb müsse dieser endlich auch so verantwortungsvoll wie ein deutsches Unternehmen handeln. „Ich habe den Eindruck, dass man aus den Fehlern der Vergangenheit nun die richtigen Schlüsse zieht“, meint der CDU-Politiker. (red/kai)

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