Sechs-Millionen-Projekt in Bad Hersfeld weiter umstritten

Heftiges Ringen um den Lullus-Sportpark

Bad Hersfeld. Um das von der Stadtpolitik im vergangenen Jahr aus Kostengründen beerdigte Projekt eines „Lullus-Sportparks“ in Bad Hersfeld wird weiter heftig gerungen: In der Stadtverordnetenversammlung in der kommenden Woche geht es um die Freigabe von Planungskosten, um die Voraussetzungen für einen Förderantrag an das Land Hessen zu schaffen.

Aus den Gremien gibt es dafür gegensätzliche Signale: Während der Ausschuss für Sport und Soziales eine positive Empfehlung abgab, sagte der Haupt- und Finanzausschuss wegen der angeblich unveränderten Sachlage mehrheitlich „Nein“.

Das von Bürgermeister Thomas Fehling initiierte Sportpark-Projekt sieht die Sanierung, Neugestaltung und Erweiterung von bereits bestehenden Anlagen und Freizeiteinrichtungen vor. Damit sollen nicht nur die von Personalnot geplagten Vereine wieder attraktiver werden, sondern auch auswärtige Gäste wie Rad- und Kanuwanderer, Wohnmobil-Touristen und weitere sportliche Besucher nach Bad Hersfeld gelockt werden.

Vier der sechs Millionen Euro, die in einem ersten Konzept als Kostenrahmen ermittelt wurden, könnten dann aus dem Landesförderprogramm „Herausragende Sportstätten“ mit 50 Prozent bezuschusst werden.

Hintergrund für den neuerlichen Vorstoß der Verwaltung ist die Erkenntnis, dass die Kommune in diesem Bereich ohnehin handeln und investieren muss – ob mit Sportpark-Fördergeld oder ohne. So ist die Stadionanlage der SG Hessen Hersfeld an der Oberau mit dem maroden Sportheim städtisches Eigentum.

Auch der Breiten- und Leistungssport in Bad Hersfeld befindet sich nach einer Sachstandserhebung des städtischen Fachbereichs Sport in einem Zustand, der ein „Weiter so“ verbietet.

Das Stadtparlament entscheidet endgültig am kommenden Donnerstag. zum Tage, Hintergrund, Seite 2

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