Erste Kreisbeigeordnete Künholz erwartet Fördergeld

Hebammen helfen jungen Müttern

Bad Hersfeld. Besseren Schutz für vernachlässigte Kinder in Problemfamilien soll ein neues Kinderschutzgesetz bringen, das Bundesfamilienministerin Schröder präsentiert hat.

Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Elke Künholz freute die Initiative aus Berlin, sie stellte aber klar, dass dies im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bereits seit Jahren sehr erfolgreich eingeführt sei: „Für uns ist die Initiative aus Berlin nichts Neues, aber es ist gut, dass endlich etwas auf Bundesebene geschieht“, sagte Künholz. In Hersfeld-Rotenburg sind seit 2008 fünf Familien-Hebammen tätig, die als zentraler Teil des Netzwerkes „Frühe Hilfen“ Ansprechpartnerinnen insbesondere für junge Mütter sind.

„Sie helfen, sie fördern und sie alarmieren – und dafür sind wir sehr dankbar“, betonte Künholz.

Die Familienhebammen sind staatlich examinierte Hebammen mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung als Hebamme und der Zusatzqualifikation „Familienhebamme“. Durch Betreuung fördern sie die Gesunderhaltung von Mutter und Kind während der Schwangerschaft und im Wochenbett und darüber hinaus auch während des gesamten ersten Lebensjahres eines Kindes. Sie übergeben das Begrüßungspaket für Neugeborene und die Broschüre „Willkommen im Leben“. Sie erkennen Risikofaktoren und können eingreifen.

„Es geht um die Stärkung von Familien und der Bindung zwischen Eltern und Kind. Die Familien werden medizinisch und psychosozial betreut, bekommen praktische Hilfestellung und bei Bedarf werden Kontakte zu anderen Helfersystemen geknüpft“, erläuterte Künholz weiter.

Die Familienhebammen betreuen durchschnittlich 20 Familien. Die Kosten für diese Fürsorge und Hilfe trägt der Landkreis. „Wir hoffen allerdings, von den angekündigten 30 Millionen Euro aus Berlin einen Teil für uns zu erhalten, um die bisher freiwillige Leistung auch weiterhin anbieten zu können“, bemerkte die Erste Kreisbeigeordnete.

Ansprechpartnerin im Landratsamt für die Familien-Hilfe ist Ulrike Stauffenberg, Tel.: 06621 / 876469. (red)

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