Konfuse Politik lähmt die Verwaltung in Heringen

Haushaltssicherung in der Warteschleife

Herfa. Das Haushaltssicherungkonzept für Heringen ist noch immer nicht in trockenen Tüchern. Zwar haben die Stadtverordneten am Donnerstagabend mehrheitlich einige Eckpunkte verändert, doch Bürgermeister Hans Ries zauberte seinerseits gleich zwei Widersprüche aus seiner Aktentasche.

So wollen die Stadtverordneten bis zum Jahr 2017 die Personalkosten um 15 Prozent absenken. Noch einmal 15 Prozent sollen im Verwaltungsbereich eingespart werden. „Ich habe das einmal rechnen lassen. Das wären zusammen 1,4 Millionen Euro, die durch Entlassungen aufgefangen werden müssten. Das träfe 40 Mitarbeiter. Das ist mit mir nicht zu machen. Das sind theoretische Kopfgeburten von Leuten, die praktisch keine Ahnung haben“, empörte sich der Bürgermeister.

Auch auf die anderen Vorschläge reagierte Ries nur mit Kopfschütteln. So soll für Kinder unter drei Jahren in der Krippe künftig eine monatliche Gebühr von 50 Euro erhoben werden. Bisher war der Besuch kostenfrei. Für das kostenlose Mitteilungsblatt soll ebenfalls eine Gebühr erhoben werden. Auch dagegen hatte Ries bereits einen Widerspruch dabei.

Natürlich wurde auch der Übergang des Ganzjahresbads aus der Verwaltung der Stadt zurück in die Zuständigkeit der Stadtwerke gefordert. Zudem soll der Gewerbesteuersatz nicht von 380 auf 420 Prozent steigen.  lokalseite 7

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