Festival der Reformation: Gottesdienst am 1. Mai in der Stiftsruine

Ein Hauch von Theater

Proben fürs Fest: Wilfried Bätz, Anke Hofmann, Holde Göbel, Christian Marker, Imke Leipold, Herbert Janßen, Henner Göbel und Rene Sopel während der Proben in der Stiftsruine. Es fehlen: Kathrin Warzog. Heike Rossing, Claudia Wagner Kempf, Jonthe Leipold, Rieke Warzog und Wiebke Hofmann.

Bad Hersfeld. „Er kommt, Martin Luther kommt“, rufen die Akteure freudig in die noch leere Zuschauertribüne der Stiftsruine hinein. Noch manches Kostüm zwickt und zwackt, der eine oder andere Abgang muss noch geprobt werden, ansonsten ist die Stimmung prächtig in der dreizehnköpfigen Theatergruppe, die für den Gottesdienst am 1. Mai ab 11 Uhr anlässlich des Festivals der Reformation ein etwa zwanzigminütiges szenisches Spiel zu Martin Luthers Aufenthalt in Hersfeld im Jahre 1521 probt.

Allerlei Volk auf der Bühne

Neben Martin Luther und dem Abt von Hersfeld treten allerlei Volk, Schüler oder auch Walpurgisnachtfrauen in dem vom Pfarrer-Duo Imke Leipold und Günter Schaub geschriebenen und mit reichlich Lutherworten angereichertem Stück auf.

Auch Texte und Überlegungen des Wittenberger Theologen Friedrich Schorlemmer, der bereits am Samstag, 30. April, ab 11 Uhr zu einem Vortrag in die Stadtkirche kommen wird, sind in das Stück eingeflossen.

In dem kurzen Lutherstück geht es nicht um ein historisches Spiel, zumal man nicht genau weiß, wann und wie lange Luther einst im Mai 1521 in Hersfeld verweilte und vor allem, was er damals predigte. So ist manches frei assoziiert und ausgedacht. Das Stück ist geprägt von einigen kritischen Anfragen an Martin Luther und von der Überlegung, welche Bedeutung Martin Luther für die Menschen heute noch hat.

Auf viele ebenfalls kritische Zuhörer freut sich das Lutherensemble, das musikalisch unterstützt wird von den Posaunenchören des Kirchenkreises.

Die Festpredigt zum Festival der Reformation hält im Anschluss an das Theaterstück Bischof Prof. Dr. Martin Hein.

Zu Beginn des Gottesdienstes werden bereits die ankommenden Läufer von der Wartburg und viele andere, die eine Teilstrecke des „Lutherlaufes“ zurückgelegt haben, feierlich empfangen .

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