Internationale Jazz-Größen in der Schilde-Halle

Ein Hauch New Orleans in Bad Hersfeld

Cleos ausdrucksstarker Gesang begleitet von Jan Luley am Piano.

Bad Hersfeld. Den Auftakt für das 33. Live-Jazz- New-Orleans-Music-Festival in Bad Hersfeld bildete am Freitagabend das dreieinhalbstündige Konzert „A Night in New Orleans“ in der Schilde-Halle.

Festivalorganisator Jan Luley hatte eine breitgefächerte Auswahl an international renommierten Jazz-, Swing- und Blues-Musikern aus fünf Nationen zusammengestellt, die allesamt von den über vierhundert Zuschauern aus nah und fern begeistert aufgenommen wurden.

N‘Awlins Brass Band 

Die N´Awlins Brass Band aus den Niederlanden ist bereits seit vielen Jahren ein fester Bestandteil und ein Publikum- Liebling des Hersfelder Live- Jazz Festivals, wobei wiederum der Bad Hersfelder Juwelier Matthias Laufer-Klitsch ein permanenter Gast- Musiker geworden ist. Vollkommen „unseriös“ zog die Gruppe in der Halle durch die bestuhlten und unbestuhlten Bereiche und übertrug die eigene positive Stimmung sofort direkt auf das Publikum. Besonders bei „When The Saints Go Marching In“ bewegte sich die komplette Halle mit.

Jan Luley Trio und Gäste 

Nach einer kurzer Zwischenmoderation und einem Solo- Stück am Piano holte Jan Luley zunächst seine permanenten Begleiter im Trio Lindy Huppertsberg am Kontrabass und Schlagzeuger Tobias Schirmer mit auf die Bühne. Kurz darauf folgten die internationalen Gäste: Trompeter Gast Waltzing aus Luxemburg, Posaunen-Virtuose Rick Trolsen aus New Orleans und Olivier Franc aus Paris am Sopran-Saxophon. Abschließend betrat Cleo, eine der vielversprechendsten Newcomerinnen unter den jungen europäischen Sängerinnen aus Hamburg, die Bühne und senkte wie auch Luley anmoderierend feststellte, das Durchschnittsalter der Musiker „um gefühlte 20 Jahre“. Besonders bei „Louisiana 1927“ von Randy Newman kam die gesamte Breite von Cleos stimmlichem Repertoire voll zur Geltung.

Grammy-Gewinner 

Gast Waltzing ist übrigens der erste Grammy- Gewinner (Bestes Weltmusik- Album 2016), der jemals in Bad Hersfeld gespielt hat. Er und seine Kollegen erfüllten die Schilde- Halle mit „waschechter“ New Orleans Atmosphäre und waren gleichzeitiger von der Halle als Veranstaltungsort voll des Lobes. Die gründerzeitliche Industrie- Architektur und das hochwertige Musikprogramm ergänzten sich hervorragend. Bei den letzten Songs und der Zugabe „I will fly away“ versammelten sich alle fünfzehn Musiker des Abends gemeinsamen zum großen Finale auf der Bühne. (tw)

Eröffnungskonzert des 33. LIVE JAZZ

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