Montagsinterview mit dem Organisator

Hans Hantke: Immer in Planung für Sport & Show

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Auch hinter den Kulissen von Sport & Show bleibt genügend Arbeit: Hans Hantke, hier bei seinem letzten Auftritt als Moderator im Jahr 2014. Foto: Eyert/Ar

Bad Hersfeld. Am kommenden Wochenende finden zum 42. Mal die Vorstellungen von Sport & Show in der Waldhessenhalle in Bad Hersfeld statt. Kopf der Veranstaltung ist, auch zwei Jahre nach seinem Abschied von der Moderation, noch immer Hans Hantke. Wir haben mit dem 70-Jährigen gesprochen.

Herr Hantke, es heißt ja immer, dass direkt nach einer Show die Planung fürs nächste Jahr beginnt. Wann haben Sie denn diesmal gesagt: „Jetzt kann ich durchatmen, jetzt steht das Programm?“

Hantke: Das war Anfang Dezember, da waren alle Verträge perfekt. Das heißt aber nicht, dass es keine kurzfristigen Veränderungen gäbe. Gerade jetzt, da Sie mich erreichen, sichte ich Artikel über Jana Berezko-Margrander, die Deutsche Meisterin in der Rhythmischen Sportgymnastik, deren Auftritt wir noch kurzfristig einbauen.

Wieviel Zeit verschlingen denn die Vorbereitungen insgesamt?

Hantke: Das kann man gar nicht genau sagen. Gedanklich ist man immer in der Planung. Im Sommer ist es ruhiger, bis dahin stehen 80 Prozent des Programms. Im Herbst reise ich dann zu anderen Shows und sehe mir die Nummern an - in Hamburg, Kiel, aber auch in Dänemark und Estland. Und ich muss überlegen, ob das, was anderswo ankommt, auch in Bad Hersfeld ein Erfolg werden kann, und ob unsere Waldhessenhalle auch für alle Nummern geeignet ist. Um so etwas abschätzen zu können, habe ich mir zum Beispiel neulich in München eigens eine Feuernummer vorführen lassen.

Haben Sie ein persönliches Highlight, von dem Sie denken: Das wird Bad Hersfeld ganz besonders begeistern?

Hantke: Allgemein der Mix aus Sport, Akrobatik und Comedy. Da gibt es Nummern mit Einrad, Hochrad, am Trapez und Rope-Skipping - das wird ein Hammer. Aber auch die neue dänische Gruppe mit ihrer Tumblingbahn - da kann ich sagen: Was man aus Hersfeld kennt, wird noch übertroffen werden.

Stichwort Mix - wir haben ein bisschen das Gefühl, dass es mehr Show und weniger Sport wird. Zufall? Konzept? Ein Fingerzeig auf kommende Jahre?

Hantke: Es heißt Sport & Show - aber wir könnten die Veranstaltung genauso auch Show & Sport nennen. Das Ziel ist doch, sportliche Darbietungen nicht als Wettkampf, sondern als Show zu bringen. Top-Athleten präsentieren ihr sportliches Können als Show. Und Sie werden sehen: Es ist nicht weniger Sportliches als sonst im Programm!

Gerüchten zu Folge sollen Sie fürs kommende Jahr bei der Göbel Hotels Arena in Rotenburg angeklopft haben. Sport & Show von Bad Hersfeld nach Rotenburg?

Hantke: Um es deutlich zu sagen: die Göbel Hotels Arena ist schon immer für uns eine Option gewesen. Für den Fall nämlich, wenn gewisse Dinge in Bad Hersfeld nicht mehr funktioniert hätten oder funktionieren können. Ich denke da an die immense Arbeit, die unter der Führung von Aufbaumeister Horst Witzel mit vielen Kräften geleistet werden muss, um die Waldhessenhalle, die ja eine Schulsporthalle ist, in eine Veranstaltungshalle zu verwandeln. Da werden wir von der Stadt genau so großzügig unterstützt wie vom Kreis, der uns die Halle für die Show überlässt, was ja auch nicht selbstverständlich ist. Aber wenn eines dieser Rädchen nicht mehr greift, braucht man eine Alternative. Und da ist Rotenburg eine Option.

Letzte Frage: Moderatorin Kristina Marth trat im Vorjahr eher sportlich-leger auf. Wird es diesmal vielleicht ein Abendkleid?

Hantke: Nur soviel: Sie bekommt da definitiv keine Vorgaben von uns. Das ist ihre Entscheidung, sie kann tragen, was sie für angemessen hält. Ich weiß, dass sie sich dazu auch schon Gedanken gemacht hat. Was sie dann letztlich tragen wird, weiß ich nicht. Das wird auch für mich eine Überraschung sein.

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