Per Handy zum Parkticket

Bad Hersfeld führt bargeldloses Bezahlen der Parkgebühren ein – Verschiedene Anbieter

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Bürgermeister Thomas Fehling (rechts) und Ole von Beust, Geschäftsführer der Initiative smartparking und ehemaliger Hamburger Erster Bürgermeister, erläutern das neue Handyparken in Bad Hersfeld.

Bad Hersfeld. Autofahrer können in Bad Hersfeld ab Anfang Juli ihre Parkgebühren bargeldlos per Mobiltelefon zahlen. Dafür kooperiert die Stadt mit smartparking, einer Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung.

Die Plattform macht die wichtigsten Handyparken-Anbieter verfügbar: In Bad Hersfeld gehen zunächst EasyPark, ParkNow, Mobile City und Trafficpass an den Start. Autofahrer können sich frei für einen der Anbieter entscheiden. Das Prinzip ist bei allen Diensten gleich: Nachdem der Fahrer seinen Wagen auf einem kostenpflichtigen Platz abgestellt hat, startet er den Parkvorgang mit seinem Mobiltelefon per App, Anruf oder SMS. Bürgermeister Thomas Fehling macht den Nutzen für die Anwender deutlich: „Die Fahrerinnen und Fahrer lösen also einen digitalen Parkschein ganz ohne Bargeld. Die Parkzeit kann ganz nach Bedarf gestoppt oder verlängert werden. Verwarngelder wegen abgelaufener Tickets dürften daher selten werden.“

Für diesen Komfort nehmen die Anbieter unterschiedliche Zuschläge, die den kommunalen Parkgebühren hinzugerechnet werden. Ob ein geparktes Auto ein digitales Ticket hat, erkennen die Mitarbeiter des Ordnungsamts, indem sie das Kennzeichen mit einem zentralen System abgleichen.

Praktisch für die Bürger: Sie können nicht nur in Bad Hersfeld den Parkvorgang mit dem Mobiltelefon abwickeln, sondern in allen Städten und Gemeinden, in denen der gewählte Dienst vertreten ist. Die genannten smartparking-Anbieter gibt es zum Beispiel auch in Berlin, Hamburg und Köln.

Unterschiede machen die Anbieter bei der Technik: EasyPark läuft beispielsweise über eine App, die neben der Start-, Verlängern- und Beenden-Funktion weitere Features bereitstellt – beispielsweise werden nahegelegene Parkzonen angezeigt. Parkmobile setzt ein interaktives Spracherkennungssystem ein, der Fahrer ruft also kurz an. Ole von Beust, Geschäftsführer von smartparking: „Unsere Plattformlösung ist offen für alle Wettbewerber. Damit lässt sie den Fahrern die Freiheit, sich für die Technik zu entscheiden, die ihnen am meisten zusagt.“

Mehr Informationen gibt es bei www.smartparking.de und den Anbietern www.easypark.de, www.park-now.com, www.parkmobile.de, www.mobilecity.de, www.parkfoxxlight.de und www.trafficpass.com.

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