Bundesgerichtshof verwirft die Revision

Handy-Betrüger aus Bad Hersfeld müssen in Haft

Betrug mit Handy-Verträgen: Zwei Männer müssen nun in Haft. Foto: Maaz

Göttingen/Bad Hersfeld. Zwei frühere Telefonladen-Betreiber müssen wegen Betrügereien mit getürkten Handy-Verträgen und gefälschten Reparaturabrechnungen für mehrere Jahre ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof hat jetzt die Revision der beiden Angeklagten, die aus Bad Hersfeld stammen, gegen ein im Juni 2013 verkündetes Urteil des Landgerichts Göttingen als unbegründet verworfen.

Damit ist die Entscheidung rechtskräftig. Die heute 29 und 31 Jahre alten Angeklagten hatten für ihre Betrügereien eigens eine Firma gegründet, die Handy-Läden in Göttingen, Warburg und Bad Driburg betrieb. Bei ihren krummen Geschäften wendeten sie zwei Tricks an. Zum einen meldeten sie als Vertragspartner der Deutschen Telekom AG zahlreiche Prepaid-Mobilfunkverträge für Kunden an, die gar nicht existierten. Für jede Anmeldung kassierten sie automatisch eine Provision.

Außerdem beschafften sie sich mehrere tausend Seriennummern von Mobiltelefonen. Diese so genannten IMEI-Nummern (International Mobile Equipment Identity) verwendeten sie für fingierte Reparaturaufträge, die sie dann als Garantieleistung in Rechnung stellten. Insgesamt ergaunerten sie auf diese Weise rund eine Viertelmillion Euro.

Das Landgericht Göttingen verurteilte die beiden Männer, die aus Bad Hersfeld stammen, wegen gewerbsmäßigen Betruges in insgesamt 47 Fällen zu Haftstrafen von zweieinhalb Jahren beziehungsweise zwei Jahren und acht Monaten. Der Bundesgerichtshof hatte an dieser Entscheidung nichts auszusetzen. Der 5. Strafsenat wies lediglich darauf hin, dass keine weiteren Strafverfahren aus diesem Tatkomplex gegen die Angeklagten geführt werden dürfen. (pid)

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