Geschäftsführer Schöter kritisiert Landesregierung

Handwerker gegen Gerichts-Verlagerung

Bad Hersfeld. Scharfe Kritik übt die Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg an den Plänen der Hessischen Landesregierung, das Arbeitsgericht Bad Hersfeld mit dem Gericht in Fulda zusammenzu legen (unsere Zeitung berichtete).

„Hier soll wieder eine wichtige Einrichtung, die nicht nur für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg zuständig ist, sondern auch für Teile des Werra-Meißner-Kreises, verbannt werden,“ erklärte Hauptgeschäftsführer Arno Schöter in einer Pressemitteilung.

Schöter weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass beispielsweise die Außenstelle der Landeszentralbank, der Bundesgrenzschutz, die Forstbehörden und wichtige Einrichtungen des Fernmeldewesens bereits abgezogen wurden. Darüber hinaus plane das Kultusministerium, Standorte für bestimmte Berufe in den Berufsschulen aufzulösen, wenn nicht eine Mindestteilnehmerzahl erreicht ist.

Auf das Arbeitsgericht vor Ort seien alleine rund 1800 Handwerksbetriebe angewiesen und noch eine weitaus größere Zahl von deren Mitarbeitern, argumentiert Schöter.

Daneben seien die Betriebe der Industrie, des Handels und der freien Berufe betroffen. Für jedes künftig anstehende Verfahren müsse allein wegen der Anfahrt ein größerer Aufwand als bisher betrieben werden, schreibt Schöter und fügt hinzu: „Außerdem entstehen Arbeitszeitverluste bei Klägern und Beklagten.“ (red)

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