Hoffnung auf neue Fachkräfte bei Diskussion

Handwerk setzt auf Flüchtlinge

Hersfeld-Rotenburg. Die Kreishandwerkerschaft nutzt den Zulauf von Flüchtlingen als Antwort auf den Fachkräftemangel in der Region. „Wir bieten Flüchtlingen eine Zukunft und besetzen zugleich unsere Lehrstellen“, sagte Kreishandwerksmeister Klaus Stöcker am Montagabend. Die Partei Bündnis 90/Grüne organisierte eine Diskussionsveranstaltung zur Flüchtlingspolitik auf Kreisebene.

Auf dem Podium diskutierten Menschen, die zur gelungenen Integration von Einwanderern beitragen: Flüchtligsbetreuerin Gundula Pohl (Diakonie), Kreishandwerksmeister Klaus Stöcker und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft (KH), Dirk Bohn. Letztere planen, Anfang 2015 mit einem Projekt in eine neue Runde zu gehen, das zur Integration junger, arbeitsfähiger Einwanderer beitragen soll: Mit der Einrichtung einer Lehrbaustelle ermöglicht die KH Asylsuchenden zwischen 20 und 30 Jahren, ihre handwerklichen Fertigkeiten in einem mehrphasigen Praktikum auszuloten. Je nach Eignung haben die Teilnehmer Aussicht auf einen Ausbildungsplatz in einem regionalen Betrieb und damit eine gute Voraussetzung auf Integration.

Aktuell warte man auf die Zusage des Kreises zur Neuauflage, sagte Klaus Stöcker. Die Betreuung einer Gruppe von bis zu 15 jungen Erwachsenen kostet den Kreis 9000 Euro monatlich. (ali) Lokalseite 2

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