Kammer-Präsident: Teils auf Wochen mit Aufträgen eingedeckt

Handwerk optimistisch wie lange nicht mehr

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Symbolbild

Hersfeld-Rotenburg. Das nord- und osthessische Handwerk blickt zuversichtlich in die Zukunft. Das sagte Handwerkskammer-Präsident Heinrich Gringel jetzt bei der Vorstellung des Konjunkturberichts.

Die mehr als 16 200 Handwerksbetriebe in der Region seien trotz rückläufiger Umsätze überraschend guter Stimmung, erklärte Gringel. Der gute Konjunkturverlauf von 2013 werde sich in diesem Jahr fortsetzen. „Einen so guten Ausblick hat es zu dieser Jahreszeit lange nicht gegeben“, sagte Gringel weiter. Vor allem das Ausbaugewerbe sei bis zu zehn Wochen mit Arbeit eingedeckt. Allerdings bremse das Bauhauptgewerbe den Ausblick. Das leide unter dem Ausbleiben öffentlicher Aufträge.

Auch das Handwerk sei an der Energiewende beteiligt, unterstrich Gringel. Durch Modernisierung und energetische Sanierung könnten Hausbesitzer erhebliche Energiemengen einsparen. Er forderte eine bessere steuerliche Absetzbarkeit dieser Arbeiten. Das würde wie ein großes Konjunkturprogramm wirken.

Gemeinsam mit dem Waldeck-Frankenberger Kreishandwerksmeister Karl-Heinz Göbel sprach sich Gringel für den Erhalt des Meisterbriefs aus. Der sichere die Qualität der technischen und kaufmännischen Arbeit der Handwerksbetriebe.

Bei aller Zuversicht in der wirtschaftlichen Lage bereitet ein Thema große Sorgen. In den nächsten Jahren stehe im Kammer-Bezirk jeder zehnte Chef vor dem Ruhestand. Die Übergabe an einen neuen Inhaber und damit die Zukunft der Betriebe sei allerdings längst nicht in allen Fällen gesichert.

Die Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg bietet den Mitgliedsbetrieben einen besonderen Service: Speziell geschulte Mitarbeiter beraten die angehenden Ruheständler, um die Betriebsübergabe an einen Nachfolger rechtzeitig in die Wege zu leiten. HINTERGRUND, ZUM TAGE

Von Bernd Schünemann

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