Viele Betriebe blicken optimistisch in die Zukunft

Handwerk braucht dringend Lehrlinge

Hersfeld-Rotenburg. Der harte Winter ist schon beinahe vergessen im Handwerk: Das ist die Botschaft der Frühjahrsumfrage in den Betrieben in Nord-, Ost- und Mittelhessen. Besonders zufrieden sind die Bau- und die Nahrungsmittelbranche. Schlecht läuft es hingegen für das Kraftfahrzeuggewerbe.

Zur Pressekonferenz hatte Handwerkskammerpräsident Heinrich Gringel gestern nach Neukirchen-Seigertshausen in den Dachdecker- und Zimmereimeisterbetrieb Wagner eingeladen, ein Vorzeige-Familienunternehmen, wie man sich noch mehr wünschte, sagte Gringel. Nicht euphorisch, aber sehr zufrieden kommentierte er die Erwartungen für das angelaufene Geschäftsjahr.

Die Herausforderung für die kommenden Jahre bestehe darin, Nachwuchs fürs Handwerk vom Friseur bis zum Bäcker, vom Maurer bis zum Elektrotechniker zu gewinnen. Ein gemeinsames Vorschuljahr hält Gringel für den schulischen Erfolg inzwischen für zwingend geboten.

Schon heute leiden die Betriebe in unserer Region unter akutem Nachwuchsmangel. So bestätigten Dachdeckerobermeister Horst Wagner und sein Kollege aus dem Maler- und Lackiererhandwerk, Frank Michel (Schwalmstadt), dass sie derzeit keinen einzigen neuen Auszubildenden finden können. Seite 2

Von Anne Quehl

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