Kali- und Salzproduzent investiert in den Gewässerschutz

K+S hakt die Krise ab und erhöht den Gewinn

Kassel. Der Kasseler Kali- und Salzproduzent K+S hat die Kalikrise überwunden und ist dabei, zu alter Ertragsstärke zurückzukehren. Im ersten Quartal legte der Umsatz um fast 16 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro zu, der Reingewinn stieg sogar um 40 Prozent auf 198,3 Millionen Euro.

Grund für diese positive Entwicklung sind das gute Salzgeschäft in Nordamerika, der gestiegene Kalipreis, das Sparprogramm „Fit für die Zukunft“ sowie der starke Dollar, der den Kasselern im Überseegeschäft einen wechselkursbedingten Zusatzertrag vor Zinsen und Steuern von 30 Millionen Euro beschert hat.

Vor diesem Hintergrund hat Vorstandschef Norbert Steiner die Prognose fürs Gesamtjahr angehoben. Statt ein bislang „moderates“ erwartet er nun ein „deutliches Wachstum“ bei Umsatz und Ergebnis. Konkrete Zahlen sollen erst im Sommer genannt werden. „Der gelungene Start in das laufende Jahr unterstreicht, dass wir mit Zuversicht auf die weitere Geschäftsentwicklung der K+S-Gruppe blicken können“, kommentierte er die über den Erwartungen der meisten Analysten liegenden Zahlen.

Gestiegen sind auch die Investitionen: von 165 Millionen im Vorjahreszeitraum auf 200 Millionen Euro. Der Großteil des Geldes ist in das so genannte „Legacy“-Projekt in Kanada geflossen, wo K+S derzeit ein neues Kali-Bergwerk erschließt, sowie in den Gewässerschutz im Werk Werra.

Der Kasseler Dax-Konzern hat im ersten Quartal mit 723 Millionen Euro deutlich mehr im Geschäftsbereich Salz umgesetzt als mit Dünger (608 Millionen Euro). Das ist nicht ungewöhnlich, da das Auftausalzgeschäft vor allem im Winterhalbjahr brummt. Dennoch verdiente das Unternehmen mit der weit renditestärkeren Kalisparte wesentlich mehr Geld.

Die Zahl der Beschäftigten sank weltweit um 82 auf 14 248. Davon arbeiten 4000 im Verbundwerk Werra sowie 700 in Kassel. SEITE 2

Von José Pinto

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