Justizminister besucht Region und hört viel Kritik

Hahn verteidigt Gerichts-Verlegung

Bad Hersfeld. Der hessische Justizminister und Vize-Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn (FDP) hat gestern bei einem Besuch in Bad Hersfeld die Verlegung des Arbeitsgerichts verteidigt. Gleichzeitig versprach er aber, den Vorschlag der SPD zu prüfen, die die Hinzunahme des Arbeitsgerichtsbezirks Ziegenhain angeregt hatte, um damit das Arbeitsgericht in Bad Hersfeld zu erhalten. „Fünf Gerichtsstandorte müssen geschlossen werden, daran wird sich nichts ändern“, bekräftigte Hahn und verwies auf die entsprechenden Vorgaben des Landesrechnungshofes.

Zuvor hatte sich der Minister massive Kritik an der Politik der schwarz-gelben Landesregierung anhören müssen. Bei einem Besuch der Firma Leist Oberflächentechnik im Bad Hersfelder Stadtteil Kathus machte Inhaber Heinrich Leist, in seiner Funktion als Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses, dem Liberalen eindringlich Sorgen und Nöte des Kreises Hersfeld-Rotenburg deutlich.

„Wir sind frustriert, immer wird nur in unserer Region gespart“, sagte Leist mit Blick auf die Verlegung des Arbeitsgerichts. Massive Kritik übte er aber auch an der Entscheidung, keine Autobahn von Hattenbach nach Olpe zu bauen. Eindringlich plädierte Leist für die Ansiedlung eines Studiengangs für Ingenieure und Elektrotechniker. „Wir haben sonst keine Zukunftsperspektiven, uns rennen die Kinder davon“, mahnte Leist. Kreisseite 2

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