Urteile im Prozess um den Überfall von Röhrigshof

Haftstrafen für Spielhallen-Räuber

Fulda. Wegen des Raubüberfalls vom 8. September 2010 auf eine Spielhalle in Philippsthal-Röhrigshof wurden zwei Männer und eine Frau aus Thüringen von der 1. Strafkammer des Landgerichts Fulda zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Die beiden 31 Jahre alten Männer aus Immelborn und Breitungen müssen wegen schweren Raubes für dreieinhalb beziehungsweise drei Jahre und neun Monate hinter Gitter.

Die 21-jährige Mitangeklagte aus Rippershausen, die während des Überfalls im Auto sitzen geblieben war, wurde zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Die beiden Männer hatten gegen 23.45 Uhr maskiert und mit gezücktem Messer beziehungsweise mit einer Soft-Air-Pistole Spieler und Personal bedroht. Ihre Beute betrug jedoch lediglich 650 Euro, weil diese Spielothek gewöhnlich mit einem bargeldlosen Gutschrift-System arbeitet.

Die Fuldaer Strafkammer mit ihrem Vorsitzenden Josef Richter hatte den Überfall dank der Überwachungskamera im Detail nachvollziehen können. Nach der Festnahme hatte das Trio Geständnisse abgelegt und jetzt vor Gericht wiederholt.

Motiv für den Überfall war in allen drei Fällen Geldmangel gewesen. Einem der Täter war die Örtlichkeit in Röhrigshof bereits bekannt.

Weil auch Drogen und Spielsucht eine Rolle spielten, wurde, ging das Gericht bei allen drei Angeklagten von verminderter Schuldfähigkeit aus. Die Urteile lagen etwas unter den Anträgen von Staatsanwalt Harry Wilke. (ks)

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