Magistrat vertagt Entscheidung über künftige Zusammenarbeit

Hängepartie zwischen Festspielen und Oper

Bad Hersfeld. Wider Erwarten hat der Magistrat der Stadt Bad Hersfeld am Montagabend noch keine Entscheidung über die künftige Zusammenarbeit von Festspielen und Oper in der Stiftsruine getroffen. Damit geht die Hängepartie zwischen beiden Veranstaltungen, die ab der Spielzeit 2016 unter einem Dach und unter Regie der Festspiele stattfinden sollen, vorerst weiter.

Vorausgegangen waren über anderthalb Jahre mehrere Verhandlungsrunden zwischen der Stadt als Träger der Bad Hersfelder Festspiele und dem Arbeitskreis für Musik (AfM), in denen jedoch kein Konsens erzielt werden konnte.

Wegen des Zeitdrucks im Hinblick auf die Vorbereitungen für das nächste Jahr wurde am Montag mit einer abschließenden Entscheidung des Magistrats gerechnet. Denn auch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst hatte im Vorfeld signalisiert, dass die Oper sinnvollerweise in die Festspiele integriert werden sollte (unsere Zeitung berichtete).

Wie kurz vor der Magistratssitzung bekannt wurde, führte der AfM jedoch am selben Tag noch in Wiesbaden Gespräche mit Vertretern des Landes. Deren Ausgang wollten die Magistratsmitglieder noch abwarten, zumal erste Informationen darauf hindeuteteten, dass sich die Oper beweglicher zeigen könnte als bisher.

Gegenüber der Stadt hatte der AfM zuletzt durch sein Vorstandsmitglied Siegfried Heinrich auf der künstlerischen und wirtschaftlichen Eigenständigkeit der Oper zu den bestehenden Bedingungen beharrt. Das Nebeneinander beider Veranstaltungen war bislang durch einen Vertrag geregelt, der jedoch Ende dieses Jahres ausläuft.

Von Karl Schönholtz

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