Der 25-jährige Angeklagte schweigt beharrlich

Hängepartie im Prozess um Lolls-Schlägerei

Die Verteidiger Axel Küster (rechts) und Joachim Bremer (Mitte) setzten dem Landgericht Fulda zu. Foto: Volker Nies

FULDA/BAD HERSFELD. Der Angeklagte und die Verteidiger machen dem Fuldaer Landgericht die Aufklärung der Lullusfest-Schlägerei vom vergangenen Oktober nicht leicht. Der 25 Jahre alte Angeklagte schweigt zur Tat.

Die Verteidiger nehmen die Schwurgerichtskammer und den ersten Zeugen unter Feuer. Die Nebenklage nimmt dafür den Angeklagten unter Beschuss.

Der angeklagte Schausteller ließ seine Anwälte Joachim Bremer (Frankfurt) und Axel Küster (Wiesbaden) erklären, er mache von seinem Recht Gebrauch, vor Gericht zu schweigen. Als erster Zeuge sagte ein 23 Jahre alter Student aus, der nach seiner Aussage bei dem Überfall von dem Angeklagten mit einem Faustschlag niedergestreckt und danach in den Schwitzkasten genommen worden war. Er sagte, er sei sich sicher, dass es der Angeklagte war, der íhn verletzt habe.

Fragen und Anträge

Mit einer Vielzahl von Fragen, Einwürfen und Anträgen stellten die Anwälte in Frage, dass sich der Zeuge richtig erinnerte – nicht zuletzt hatte der Zeuge laut Polizeibericht 1,86 Promille Alkohol im Blut.

Die Anwälte monierten, der Zeuge sei von der Polizei nicht richtig vernommen worden. Seine Aussage dürfe deshalb nicht verwertet werden. Das Gericht wies diesen Antrag der Anwälte zurück. (vn)

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