Nur Bürgermeister beim Erörterungstermin

Hähnchenmast: Bedenken bleiben

Bad Hersfeld. Ob ein Landwirt am Ortsrand von Friedewald-Hillartshausen eine Hähnchenmästerei mit 60 000 Stallplätzen betreiben darf, wird der Regierungspräsident voraussichtlich Ende September entscheiden. Bis dahin dürfte die fachliche Bewertung und rechtliche Überprüfung der gegen das Projekt erhobenen Einwände abgeschlossen sein.

Das erklärte der Leiter des umweltrechtlichen Verfahrens, technischer Amtsrat Wolfgang Weber, gestern im Anschluss an einen Erörterungstermin in der Bad Hersfelder Außenstelle des Regierungspräsidiums.

Über 200 Einsprüche gegen den geplanten Mastbetrieb waren fristgerecht bei der Behörde eingegangen. Zum Erörterungstermin erschienen aber lediglich die Bürgermeister von Friedewald, Philippsthal und Hohenroda, um die ablehnenden Beschlüsse ihrer Gemeindeparlamente mündlich zu untermauern.

Befürchtet werden vor allem Verstöße gegen den Tier- und Umweltschutz, gesundheitliche Gefahren für die Bewohner der umliegenden Orte, Geruchsbelastungen und insgesamt eine Minderung der Wohnqualität.

Die Standortgemeinde Friedewald hat bereits das gemeindliche Einvernehmen nach dem Baugesetzbuch verweigert. Der Regierungspräsident kann aber in diesem speziellen Verfahren das Einvernehmen der Gemeinde ersetzen. (z)

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