Die GBO-Bigband spielte bei ihrem Konzert im Audimax nicht nur Filmtitel

Sie haben Musik im Blut

Begleitet von der GBO-Bigband sang Nadine Müller den Titel „Soulman“ aus dem gleichnamigen Film. Rechts im Bild: Leiter Helgo Hahn. Foto: Schiller

Bad Hersfeld. Schon als die Musiker und Musikerinnen der GBO-Bigband gemeinsam mit Leiter Helgo Hahn am Freitagabend die Bühne des Audimax der Obersbergschulen betraten, ertönte Applaus. Die Junior-Bigband nahm zuerst zwischen Klavier, Saxophon und Trompeten Platz und spielte Filmmusik, wie das Titellied von James Bond oder Pink Panther.

Eigentlich hätte das Konzert schon am Donnerstagabend stattfinden sollen, doch der Plan wurde wegen Abiturprüfungen im Fach Physik geändert. Von Klatscheinlagen begleitet, spielte die Junior-Band noch den Titel „Trumpets with attitude“ von Michael Sweeney, bevor sie von ihren etwas älteren Kollegen abgelöst wurde.

Appell von Helgo Hahn

„Wir brauchen die längere Schulzeit“, erklärte Helgo Hahn besorgt. Die Schüler seien wegen G 8 überlastet, man erlebe Burn-outs schon in der Mittelstufe. Nach diesem kurzen, aber ernsten Appell wurde es mit dem Titellied des Films „Rocky“ und dem „Baby Elephant Walk“ aber wieder stimmungsvoll. Auch gesangstechnisch wurde einiges geboten. Die zwei Sängerinnen, Nadine Müller und Marisa Linz, präsentierten jeweils zwei Titel, unter anderem „Colours of the wind“ aus dem Disney-Film „Pocahontas“ und „Can you feel the love tonight“ aus „König der Löwen“. Mit ihren klaren kräftigen Stimmen verzauberten sie ihr Publikum. Quer durchs Musikbeet bot die Bigband auch Jazz-Klassiker, wie „Blue train“ von John Coltrane oder „Caravan“ von Duke Ellington, und einen Latin-Titel, „Chica españa“.

Da Helgo Hahn gerne „von Zufällen profitiert“, holte er während des Konzerts einen Austauschschüler aus Frankreich auf die Bühne, um eine kleine Jazz-Session, gemeinsam mit dem Saxophonisten Laurenz Wenk, Helgo Hahn selbst am Klavier und dem Schlagzeuger Felix Zacharias zu beginnen und die Zuschauer mitzureißen.

Zum Ende hin wurde es dann noch mal klassisch, als Laurenz Wenk zwei Stücke von Bach auf dem Saxophon spielte. Gefühlvoll zeigte er, dass er besonders viel Musik im Blut hat. Ein Dank ging zum Schluss an die Sparkasse Hersfeld-Rotenburg, die die Lichtanlage der Halle im Wert von 25 000 Euro gesponsert hatte, so dass die Band das erste Mal mit der richtigen Beleuchtung spielen konnte. Außerdem bedankte sich Helgo Hahn bei den Hausmeistern und dem Catering-Team. Natürlich durfte nach dem letzten Titel „Soul Bossa Nova“ aus dem Film „Austin Powers“ eine Zugabe nicht fehlen.

Von Jana Schiller

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