Lebenshilfe Bad Hersfeld feierte ihr 50-jähriges Bestehen im Bürgerhaus Friedlos

Ein gutes Stück voran

50 Jahre Lebenshilfe: Bei der Jubiläumsfeier setzte die Tanzgruppe Kunterbunt farbenfrohe und fröhliche Akzente.

Friedlos. 50 Jahre und kein bisschen leise, viele Ziele sind schon jetzt erreicht. So könnte man in Anlehnung an ein bekanntes Lied von Curd Jürgens reimen und die Arbeit der Ortsvereinigung Bad Hersfeld der Lebenshilfe beschreibend besingen. Aber das haben die Schützlinge, Mitglieder und Freunde bei der 50-Jahrfeier der Wohlfahrtsverbandsorganisation nicht getan. Das Würdigen haben sie den Gästen überlassen, das Singen den Wildecker Herzbuben.

Im Friedloser Bürgerhaus willkommen geheißen wurde die Versammlung vom ersten Vorsitzenden des Jubiläumsvereins, Friedhelm Weitzel. Er rief maßgebliche Vereinsdaten in Erinnerung und stellte fest: „Auf dem Weg zu einem gleichberechtigten Umgang mit Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen sind wir ein gutes Stück vorangekommen und dafür sollten wir all denjenigen dankbar sein, die sich dafür eingesetzt haben.“ Für die Stadt Bad Hersfeld und den Landkreis gratulierten Stadtrat Hans-Georg Vierheller und Kreisbeigeordneter Helmut Miska. Der Ronshäuser stellte beispielhaft heraus, mit wie viel Engagement von den Sozialen Förderstätten betreute Männer beim Aufbau des Ronshäuser Erlebnispfades mitgeholfen haben: „Das hat uns Heimatfreunden Auftrieb gegeben und Respekt abgenötigt.“

Immer ein offenes Ohr

Ähnlich positiv, im Einzelnen aber noch grundsätzlicher äußerten sich der Schulleiter der Bebraer August-Wilhelm-Mende-Schule, Reinhold Track („Danke dafür, dass der Lebenshilfe-Vorstand sieben Tage in der Woche im Einsatz ist und immer ein offenes Ohr hat“), und der Landesgeschäftsführer der Lebenshilfe, Alexander Mühlberger („Wir sind gefordert, immer wieder neu auf die Bedürfnisse und Wünsche unserer Betroffenen einzugehen und kreative Ideen zu entwickeln“). Zuvor hatte schon Ortspfarrer Jörg Scheer betont, „dass Gott uns in jedem Menschen in die Augen schaut“, und festgestellt, dass die Arbeit der Lebenshilfe ein zutiefst christliches Unterfangen ist.

Für gute Unterhaltung sorgten der mit der Lebenshilfe eng verbundene Stadt-Musik-Verein Bad Hersfeld, der ein großes „Wunschkonzert“ präsentierte, und die seit Jahren aktive Tanzgruppe „Kunterbunt“ der Lebenshilfe. Artikel links

Von Wilfried Apel

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