Markt in Bad Hersfeld: Rückgang beim Verkauf – Sorge wegen möglicher Belastungen

Gurken bleiben liegen

Trotzdem gut gelaunt: Martin Schnitzer verkauft seine Gurken aus Holland an seine Kundin Heidrun Werner. Viele Kunden seien allerdings skeptisch, was den Verzehr von Gurken angehe. Fotos: Hornickel

Bad Hersfeld. Seine Gurken kommen nun aus Holland, trotzdem wird er sie nicht wirklich los. Ehec zieht seine Kreise, die Menschen haben Angst. In den Medien wurde vor dem Verzehr von Rohkost – insbesondere Salat-Gurken aus Spanien – gewarnt.

Angst vor schlechter Ware

Martin Schnitzer aus Grebendorf bei Eschwege, Betreiber eines Standes am Markt in Bad Hersfeld, hat selbst Furcht davor, seinen Kunden etwas Falsches zu verkaufen. Sein Sortiment enthält neben Gurken und Salat noch einiges mehr, doch selbst da fragten die Kunden gezielter nach.

Genaue Prüfung der Ware

„Ich prüfe meine Ware sehr genau, aber den Lieferanten muss und werde ich vertrauen“, erklärt Schnitzer. Die Standbesitzer haben Angst um ihre Existenz und gerade die so beliebten deutschen Produkte werden kaum noch verkauft.

Trotzdem steht Martin Schnitzer zu hundert Prozent hinter seiner Ware. „Wir arbeiten sogar mit der Uni Göttingen zusammen“, erläutert er. Außerdem gebe es regelmäßig Kontrollen vom Kontrollamt für Veterinärmedizin. Mitarbeiter nähmen die Stände genau unter die Lupe und erstatteten sofort dem Standbesitzer Meldung , wenn etwas nicht stimme. „Wir arbeiten gut zusammen“, erklärt Schnitzer. Er ist außerdem davon überzeugt, dass es in Deutschland weitaus strengere Kontrollgesetze gebe als in anderen Ländern. Auf Qualität werde großen Wert gelegt.

Vertrauen in die Verkäufer

Heidrun Werner, Kundin am Marktstand von Martin Schnitzer, kauft getrost weiter ihre Gurken. „Ich vertraue den Leuten hier“, erklärt sie. Die Mitarbeiterin bei Edeka äußert trotzdem, dass auch bei ihnen die Leute vorsichtiger geworden seien.

Das Resümee des Marktstandbesitzers Martin Schnitzer ist, dass seine Kunden ihm auch weiterhin Vertrauen entgegen brächten. „Sie kaufen vielleicht andere Produkte als Gurken, aber sie kaufen.“

An einem anderen Obst- und Gemüsestand auf dem Markt sieht es ähnlich aus, Salat und Gurken werden vermindert verkauft, der Rest geht allerdings wie gewohnt über den Tresen. Auch am Spargelstand auf dem Markt läuft das Geschäft wie gewohnt. Die Erdbeeren waren besonders schnell ausverkauft.

Die Tatsache, dass zwei Obst- und Gemüsestände am Wochenmarkt fehlten, habe aber nichts mit Ehec zu tun, erklärt Martin Schnitzer. Dies sei mit Erkrankung des Betreibers zu erklären. Bis jetzt sei kein Stand wegen Ehec weggeblieben.

Von Lea-Marie Brandau

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