Dieter Kopp gastierte im Bad Hersfelder Buchcafé

Gruß vom Blues

Gitarrist Jan Mohr (links) scheint die Ruhe in Person zu sein. Selbst wenn Sänger Dieter Kropp neben ihm mal richtig ausflippt, bleibt er immer betont lässig und ruhig. Foto: Rödiger

Bad Hersfeld. Als Ausnahmevirtuose an der Blues-Harp hat sich der Detmolder Dieter Kropp schon längst einen Namen in der deutschen Bluesszene gemacht. Bereits seit den Achtziger Jahren tourt der Sänger und Bandleader durch Deutschlands Live-Clubs und zieht gerade durch sein intensives Mundharmonikaspiel die Bluesfans reihenweise in seinen Bann. Jetzt gastierte Dieter Kropp mit seiner dreiköpfigen Begleitcombo im Bad Hersfelder Buchcafé.

In den vergangenen Jahren hat sich Dieter Kropp auch als Liedtexter hervorgetan, denn er singt anders als die meisten deutschen Bluessänger nicht in englisch, sondern auf deutsch. Deswegen besteht sein aktuelles Liveprogramm auch hauptsächlich aus deutschsprachigen Kompositionen seiner aktuellen CD „Herzensbrecher“ und der kommenden CD „Schönen Gruß vom Blues“.

Musikalisch beziehen sich die vier Bluesmusiker auf die Tradition des US-amerikanischen Blues der 40er und 50er Jahre, verschmolzen mit weiteren Einflüssen amerikanischer Musik – wie etwa Rock ’n’ Roll, Country Boogie und Rockabilly. Hier ist kein Platz für Experimente, die Eigenkompositionen der Dieter Kropp Band klingen absolut authentisch nach „Fifties“, da groovt der Kontrabass, das sparsam ausgerüstete Drumset swingt ordentlich und die einsame E-Gitarre klingt auch absolut nach 50er Jahre.

Bandleader Dieter Kropp moderierte humorvoll und sehr ausführlich zwischen den einzelnen Liedern des Quartetts. Es schien ihm sehr wichtig, seine Liedinhalte den Bad Hersfelder Bluesfans möglichst nahe zu bringen.

Mit einem verschmitzten Lächeln erzählt Kropp, oft augenzwinkernd, Musikeranekdoten und Beziehungserlebnisse, welche er in seinen Songtexten verarbeitet hat.

Sein Mundharmonikaspiel hat sich in all den Jahren kaum verändert, der 49-jährige war und ist der deutsche Meister der „fat-toned Bluesharp“, daran hatte zumindest niemand im Konzertsaal auch nur den geringsten Zweifel. (rö)

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