Händler verzeichnen eine jährlich steigende Nachfrage im Halloween-Sortiment

Gruseln zahlt sich aus

Erhöhter Gruselfaktor: HZ-Praktikantin Paula Beck schlüpfte in die aus dem Horrorfilm „Scream“ bekannte Maske. Foto: Spanel

Bad Hersfeld. Wenn kleine Gespenster durch die Straßen huschen, Hexen auf ihrem Besen durch dunkle Fußgängerzonen reiten und Vampire vermehrt aus ihren knarrenden Särgen steigen, dann kann das nur eines bedeuten: Es ist wieder Halloween.

Kinder aller Alterstufen nehmen das usprünglich heidnische Fest zum Anlass, in gruselige Kostüme zu schlüpfen, fantasievolle Hüte aufzusetzen und ihrer Verkleidung mit bunter Schminke den letzten Schliff´zu verleihen. Mit Anbruch der Nacht machen sich dann Horden von Gruselgestalten auf den Weg, um mit dem Schlachtruf „Süßes oder Saures“ kiloweise Süßigkeiten von Nachbarn und Bekannten zu ergattern.

Doch Halloween bringt nicht nur Kinderaugen zum Strahlen. Auch der Handel hat das Geschäft mit dem Grusel für sich entdeckt.

Angebot kennt keine Grenzen

„Wir verzeichnen eine ständig steigende Nachfrage im Halloween-Sortiment“, sagte Jürgen Thielemann, Verantwortlicher für Verkauf und Marketing im Spielwarengeschäft Sulzer. So beschränkt sich das Angebot nicht nur auf einfache Geisterkostüme, sondern überrascht auch mit Totenkopfketten, Vampirzähnen und Teufelshörnern. Für jeden Geschmack und jeden Gruselfaktor bietet der Handel auch die passende Verkleidung. Besonders beliebt bei Filmfreunden sind Gruselmasken aus einschlägigen Horrorfilmen wie „Scream“ und „Das Schweigen der Lämmer“.

Soll es etwas weniger blutrünstig sein, kann man auf schicke Grusel-Accessoires aus den Schmuckläden zurückgreifen. Skelett-Ketten, Totenkopf-Ringe und Kürbis-Ohrringe sind echte Hingucker und bescheren dem Handel volle Kassen.

Schutz vor bösen Geistern

Damit hat das Fest in seiner heutigen Ausprägung mit seinem Ursprung nicht mehr viel zu tun. In der damaligen Zeit feierten die Menschen Halloween, um sich vor bösen Geistern und der Welt der Toten zu schützen. Beängstigende Verkleidungen dienten der Abschreckung verstorbener Seelen und der Sicherung des eigenen Lebens. Heute soll der Brauch vorwiegend Leckermäuler zufriedenstellen und Kassen klingeln lassen. Ob dieses Fest sinnvoll ist, muss somit jeder selbst entscheiden.

Doch eins ist sicher: Auch in diesem Jahr werden kleine Gestalten mit einem Lächeln im Gesicht an die Türen klopfen. Umfrage

Von Emily Spanel und Paula Beck

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