Rundfunkreporterin sorgt beim Start des Vorverkaufs für die Festspiele für Verdruss

Grundlose Verunsicherung

Festspielintendant Holk Freytag (im schwarzen Mantel) versuchte im Gespräch mit wartenden Kartenkäufern, die Falschinformationen einer Rundfunkreporterin richtig zu stellen. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Mit einer sachlich falschen Frage hat gestern eine Rundfunkreporterin am Rande des Kartenvorverkaufs für die Bad Hersfelder Festspiele wartende Kunden verunsichert und Intendant Holk Freytag massiv verärgert.

Die offenbar unzureichend informierte Journalistin eines Privatsenders hatte gegenüber ihren Interviewpartnern behauptet, bei der Stadtverordnetenversammlung am gestrigen Abend solle über den Spielplan der Festspiele für 2014 abgestimmt werden und wollte von den Befragten wissen, ob diese sich nun um die Gültigkeit ihrer Karten sorgen würden.

Da es in der Parlamentssitzung aber in einem Parteienantrag von SPD, Grünen und FWG lediglich um die finanzielle Ausstattung der Festspiele ging und die Stückeauswahl überhaupt nicht zur Disposition stand, entbehrte die Frage der Radio-Mitarbeiterin jeder Grundlage.

Intendant Holk Freytag wurde beim Versuch, diese Desinformation richtig zu stellen beziehungsweise zu unterbinden, seinerseits verbal attackiert, weil die junge Frau von Zeugen der Szene in Schutz genommen wurde. Die Reporterin setzte ihre Interviews daraufhin unbeeindruckt in gleicher Weise fort.

Davon abgesehen verlief der Start in den Vorverkauf auch am neuen Standort der Kartenzentrale, die jetzt in den Räumen der Konrad-Duden-Stadtbibliothek beheimatet ist, reibungslos. Für die treuen Festspiel-Fans, die zum Teil schon seit den frühen Morgenstunden bei Minusgraden ausgeharrt hatten, war’s diesmal sogar etwas komfortabler, weil sich die Türen zur Kartenzentrale schon lange vor dem Verkaufsbeginn um neun Uhr geöffnet hatten. Auch Becher mit heißem Kaffee wurden gereicht.

Die Nachricht von der Verpflichtung der Schauspielerin Gerit Kling für die Rolle der Elisabeth in Schillers „Maria Stuart“ hatte zudem die Nachfrage nach diesem Schauspiel merklich angekurbelt, so dass am ersten Tag nicht nur Tickets für das Musical „Kiss me, Kate“ und das Mittelalterstück „Die Wanderhure“ begehrt waren.

Von Karl Schönholtz

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