Jörg Althoff stellt klar: Die Energiewende ist nicht zum Nulltarif möglich

Grüne verteidigen Ja zum Windpark

+

Bad Hersfeld. Die Grünen im Stadtparlament haben sich ihre Entscheidung für den Bau von Windkraftanlagen auf dem Wehneberg nicht leicht gemacht. Deshalb begrüßen sie auch das Engagement der Bürger für einen Schutz des Stadtwalds, heißt es in einer Pressemitteilung.

Offenlegung ist im Gange

Derzeit läuft für das Projekt die so genannte Offenlegung der Regionalpläne. „Sollten sich während des laufenden Verfahrens noch gravierende Argumente gegen die Windkraft auf dem Wehneberg ergeben, so kann nicht gebaut werden“, stellt der Sprecher des Grünen-Ortsverbandes, Jörg Althoff, klar.

Kontrovers diskutiert

Die Haltung der Grünen zum Windpark sei kontrovers diskutiert worden, berichtet die Grüne-Stadtverordnete Monika Schmidt und beschreibt den Konflikt zwischen dem Ausstieg aus der Atomkraft und den Belangen des Natur- und Landschaftsschutzes. Wer jedoch die Energiewende und eine Stromerzeugung ohne Atommüll will, komme an der Windkraft als effektivster Form der erneuerbaren Energien nicht vorbei.

„Jeder Quadratmeter Wald, der verloren geht, schmerzt“, meint Jörg Althoff, aber von einer Waldverwüstung könne bei den geplanten acht Windrädern keine Rede sein. Zudem ließen sich die Windkraftanlagen im Gegensatz zu Atomkraftwerken ohne größere Schwierigkeiten wieder abbauen.

Die Einstellung „Erneuerbare Energie ja, aber nicht vor meiner Haustür“ führe dazu, dass in Hessen die angepeilten zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft nicht erreicht werden, warnt Monika Schmidt. Auch der Vorschlag, die Stromerzeugung durch Windkraft vermehrt in den Offshore-Bereich zu verlagern, stelle wegen des Transportproblems zu den Zielmärkten nur eine Teillösung dar. Hinzu kommt, dass auch der Netzausbau umstritten sei, wie man am Beispiel des Widerstands gegen die 380-kV-Leitung Wahle–Mecklar erkennen könne.

„Nach Fukushima wurde lauthals dieser Umstieg auf eine nachhaltige und klimafreundliche Energiepolitik verlangt“, erinnern die Grünen. Das sei aber nicht zum Nulltarif möglich. (red/kai)

Kommentare