Grüne orakeln von Ende der Laugen-Versenkung bei K+S

Hersfeld-Rotenburg. Vor der Hacke ist es duster – so überschreiben die Grünen eine Pressemitteilung, in der sie das angeblich anstehende Ende der Genehmigung für die Laugenversenkung für das K+S-Werk Werra verkünden. Die Versenkerlaubnis für salzhaltige Laugenabwässer läuft zum 30. November aus. Das RP prüft eine Verlängerung. K+S fürchtet derweil um die Arbeitsplätze der über 4000 Kumpel im Werratal.

Nach Angaben der Grünen beweist das von K+S entwickelte, so genannte 3D-Modell zur Überwachung von Abwasser im Untergrund, dass die Lauge wieder aufsteigt und über die Werra abfließt. „Vor der Hacke ist es eben duster! Wer da noch behauptet, es bestünde keine Gefahr, dass die Abwässer auch Trinkwasser verunreinigen könnten, der hat nichts verstanden“, kommentiert die Kreisgeschäftsführerin Martina Selzer ihre Informationen in einer Pressemitteilung. Zwingende Konsequenz daraus müsse sein, dass die Versenkgenehmigung kein weiteres Mal verlängert wird.

Zugleich widerspricht sie den Befürchtungen von Werksleitung und Betriebsrat, wonach bei einem Ende der Versenkung auch der Betrieb eingestellt werden müsse. Eine Umsatzrendite von 27 Prozent, die 2013 im Geschäftsbereich Kali ausgewiesen wurde (Salzbereich: 10,2 Prozent), sollte ausreichen, um die Mehrkosten einer Produktionsanpassung auszugleichen, meinen die Grünen. Allerdings müsste die Produktion gedrosselt werden. Eine Drosselung der Produktion um zehn bis maximal 15 Prozent führe nicht zur Schließung der Kaliwerke. Die Gefahr des Wegfalls mehrerer tausend Arbeitsplätze, mit dem K+S immer wieder droht, bestehe nicht. (kai/red)

Kommentare