Die Stadtgärtner hegen und pflegen die Natur in Bad Hersfeld und den Stadtteilen

Grüne Lebendigkeit

Gärtnermeister Dirk Gerland und seine Kolleginnen Manuela Tobis, Meike Seitz (hinten von links) und Christina Renner (vorne) jäten zusammen mit Vorarbeiter Thoms Hugo das Unkraut im Staudengarten an der Stiftsruine. Fotos: Kimpel

Bad Hersfeld. Bunte Blumenteppiche, gepflegte Beete – was das Auge von Autofahrern und Fußgängern jedes Jahr aufs Neue erfreut ist die Arbeit der Gärtner in der Anlagenkolonne der Stadt Bad Hersfeld. Sie sind dafür verantwortlich, dass alle Grünanlagen und die Sport- und Spielplätze in der Kernstadt und in den Stadtteilen gewartet, gemäht, gejätet und bepflanzt werden.

Vielfältige Aufgaben

Bad Hersfeld ist eine relativ grüne Stadt. In den vergangenen Jahren wurden immer mehr Flächen entsiegelt, grüne Inseln geschaffen, Kübel in der Fußgängerzone aufgestellt. „Wenn ich mich in anderen Städten so umschaue, sieht es bei uns sehr gut aus“, hat Gärtnermeister Dirk Gerland festgestellt. „Das ist alles ein Verdienst unserer Abteilungen“, lobt er seine Kolleginnen und Kollegen. Denn zum Fachbereich Technische Dienste bei der Stadt gehört auch die Friedhofsabteilung unter der Leitung von Erwin Scheich, die unter anderem diese Grünanlagen pflegt und im Winter sämtliche städtischen Straßen und Gehwege von Eis und Schnee befreit.

Die Aufgaben der Anlagenkolonne sind vielfältig, manchmal beschwerlich, unangenehm oder sogar gefährlich. Denn die Stadtgärtner sind auch für das so genannte Begleitgrün an Mittel- und Randstreifen der Straßen zuständig. Da heißt es gebückt und in Höhe der Autoabgase das Unkraut zu zupfen, Pflanzen zu setzen und zu wässern. „Im Sommer kommt noch die Hitze des Asphalts hinzu und manch unaufmerksamer Autofahrer“, beschreibt Gerland die Arbeitsbedingungen. „Das ist schon ziemlich unangenehm. Aber ein schönes Ergebnis spornt uns immer wieder an“.

Noch unangenehmer für die Frauen und Männer mit dem grünen Daumen sind die Hinterlassenschaften von Hunden. Vor allem, wenn mit Motorsensen gemäht wird. Die Exkremente im hohen Gras spritzen dann hoch bis ins Gesicht. Das ist zwar mit einem Visier geschützt, aber eklig ist es allemal. „Über solche Hundehalter können wir uns richtig ärgern“, schimpft der Gärtnermeister. Zumal einige von ihnen nach Ansprache richtig giftig würden. „Da wünschen wir uns mehr Rücksichtnahme. Schließlich sind die Hundehalter verpflichtet, den Kot ordnungsgemäß zu beseitigen“.

Immer mehr Müllfrevler

Ärgerlich finden die Gärtner und Gärtnerinnen auch den Müll, den uneinsichtige Mitbürger immer häufiger einfach ins Gelände schmeißen. Und dabei handelt es sich nicht nur um Pappbecher oder Fastfoodtüten. Selbst in den Grünanlagen rund um die Stiftsruine haben sie schon Haus- und Elektromüll entsorgen müssen.

Von Birgit Kimpel

Kommentare