Grüne kritisieren Gewässeruntersuchung durch K+S

Hersfeld-Rotenburg. Die Grüne Landtagsabgeordnete Sigrid Erfurth hat Kritik an der von K+S in Auftrag gegebenen Fischzählung in der Werra geübt.

„Der schlechte Zustand der Werra wird nicht durch Messungen verbessert, schon gar nicht, wenn der Hauptverschmutzer K+S die Untersuchung beauftragt“, heißt es in einer Presse-Mitteilung der Grünen-Politikerin.

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Das Ergebnis des von K+S beauftragten Instituts EcoRing sei vorhersehbar gewesen. „Die Werra ist einer der schmutzigsten Flüsse in Europa“. Wenn K+S etwas für die Werra tun wolle, müsse ein tragfähiges Gesamtkonzept vorlegt werden. „Die dauerhafte Einleitung der Abwässer stellt keine Lösung dar“, erklärt Erfurth.

K+S weist die Vorwürfe zurück. Die Gewässeruntersuchung sei von Hessen und Thüringen in Auftrag gegeben worden und werde von K+S mit behördlicher Begleitung fortsetzt. Bisher sei eine deutliche Erholung des Flusses nach Senkung der Salzeinleitungen Ende der 90er-Jahre festgestellt worden.

Dies sei auch in dem 360-Millionen-Euro-Paket berücksichtigt worden, mit dem K+S bis Ende 2015 das Aufkommen an Salzwasser nochmals halbieren will. „Frau Erfurth betreibt mal wieder Schwarz-Weiß-Malerei“, erklärt K+S-Sprecher Ulrich Göbel. Sie verschweige, dass die ökologischen Probleme in der Werra nicht nur auf Salzeinleitungen, sondern auf verschiedenen Ursachen zurückzuführen sind. (kai)

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