Fraktionsgemeinschaft will weiterhin die Landesgartenschau in Bad Hersfeld

Grüne Achsen verbinden

Peter Sobisch (Geschäftsführer der Stadtwerke und der Wirtschaftsbetriebe, 2. von rechts) informierte die Fraktionsgemeinschaft (Hans-Jürgen Schülbe (3. von rechts), Werner Kubetzko (2. von links) und Horst Witzel (rechts)) sowie Detleff Wierzbitzki (Geschäftsführer Landesgartenschau Hessen-Thüringen, links) und Hans-Georg Paulus (Verbandsdirektor des Hessischen Gärtnereiverbandes, 3. von links) über das Projekt Schildepark. Foto: Zacharias

Bad Hersfeld. Seinen Traum von einer Landesgartenschau (LGS) in Bad Hersfeld mag Hans-Jürgen Schülbe (Fraktionsgemeinsschaft) nicht aufgeben. Nachdem die Bewerbung für 2014 gescheitert war – die Wahl fiel auf Gießen – haben Schülbe und seine Mitstreiter nun die Landesgartenschauen 2018 oder 2022 für Bad Hersfeld ins Auge gefasst.

Dass der Schildepark als einer der Kerne einer Gartenschau bis dahin längst fertig ist, dass auch Leonhard Müller-Anlage, Stiftsbezirk mit Staudengarten und der Kurpark inzwischen neu gestaltet sind, sieht Schülbe eher als Vor-, denn als Nachteil. Zum einen entfallen diese Investitionskosten, zum anderen könnte die Stadt bei ihrer Bewerbung zeigen, dass sie auf jeden Fall an ihrer Entwicklung arbeitet, Gartenschau hin oder her.

Urlaub in der Fuldaaue

Neben den innerstädtischen und stadtnahen Bereichen sieht Schülbe die Fuldaaue nun als zweiten Kernbereich einer LGS. Dort könnte, so sagt er, von der Einmündung der Haune bis zum Eichhof ein hochwertiges Naherholungs- und Urlaubsgebiet mit vielfältigen Unterhaltungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Minigolf, Reiten, Bootsfahrten, Scater-Center, Bademöglichkeiten, Ballsport, Angeln oder Grillplätzen geschaffen werden, von denen es einige bereits gibt. Schülbe denkt auch über einen Campingplatz in der Fuldaaue nach.

Die Gelegenheit einer Landesgartenschau wäre seiner Überzeugung nach günstig, um den lange gewünschten Lärmschutz entlang der B 62 zu errichten.

Dass Bürgermeister Thomas Fehling die Landesgartenschau-Bewerbung derzeit nicht auf dem Plan hat, stört Hans-Jürgen Schülbe wenig. „Darüber entscheidet nicht der Bürgermeister, sondern das Stadtparlament“, stellt er klar. Von der bisherigen Entwicklung Bad Hersfelds und den Möglichkeiten, die eine Landesgartenschau bieten könnte, zeigte sich auch Detleff Wierzbitzki beeindruckt. Der Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH Hessen-Thüringen hatte seinerzeit die Bewerbung Bad Hersfelds sehr unterstützt. „Vom Grundsatz her ist das gut zu machen“, meinte er zur Idee der Fraktionsgemeinschaft. In Bad Hersfeld seien bereits viele wunderschöne Bereiche geschaffen worden. Da sei es nur sinnvoll, die grünen Bänder miteinander zu verbinden und grüne Korridore durch die Stadt zu ziehen.

Bürger müssen es wollen

Voraussetzung dafür, ob die Pläne weiterverfolgt werden sollen, ist für Hans-Jürgen Schülbe jedoch, dass sie von der Bürgerschaft mitgetragen werden. „Grundsätzlich gilt, dass eine Landesgartenschau weit mehr ist, als eine Blümchenschau“, machte er deutlich. Sie sei eine nachhaltige Infrastrukturmaßnahme mit positiven Wirkungen.

Von Christine Zacharias

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