Arbeitsgericht Bad Hersfeld und Amtsgericht Rotenburg schließen

Großes Umsortieren in der Waldhessen-Justiz

Wolfgang Oberbossel

Hersfeld-rotenburg. Mit dem Umzug des Arbeitsgerichts Bad Hersfeld nach Fulda am 5. Dezember beginnt das große Umsortieren bei den Justizbehörden im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Denn zum Jahresende wird auch das Amtsgericht Rotenburg seine Pforten schließen und in die Kreisstadt umziehen.

Auch wenn durch Wändestreichen, Kabelziehen und Möbelrücken schon jetzt Fakten geschaffen werden, bestehen beide Gerichte bis zum Stichtag 31. Dezember 2011 zumindest rechtlich weiter.

„Bis dahin bleibt das Arbeitsgericht Bad Hersfeld für alle Verfahren, die den bisherigen Bezirk betreffen, zuständig“, erklärt Direktor Wolfgang Oberbossel. Aller Schriftverkehr ist bis zu diesem Tag über Bad Hersfeld abzuwickeln und nicht etwa schon über Fulda. Auch sind für den Monat Dezember noch Sitzungstermine in Bad Hersfeld anberaumt.

Die Arbeitsplätze des bislang achtköpfigen Teams sind dann faktisch schon längst woanders: Oberbossel wechselt als stellvertretender Direktor ans Kasseler Arbeitsgericht, sein Richterkollege nach Frankfurt, drei Mitarbeiterinnen gehen nach Fulda, eine nach Eschwege, und zwei Teilzeitkräfte haben im Hersfelder Amtsgericht eine neue Aufgabe erhalten.

Auch die Belegschaft des Rotenburger Amtsgerichts bezieht schon vor Weihnachten die neu hergerichteten Räumlichkeiten im Hersfelder Gerichtsgebäude. Eine kleine Rest-Truppe wird jedoch in Rotenburg bis ganz zum Schluss die Stellung halten.

Beide Gerichtsschließungen hat Hessens Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) mit angeblichen Einsparungen begründet. Der Widerstand der lokalen Politik war in beiden Fällen erfolglos geblieben.  hintergrund/zum tage

Von Karl Schönholtz

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