Einsatzkräfte befreien Strecken nach und nach von umgestürzten Bäumen

Großes Aufräumen nach Sturmtief Xynthia - 14 Straßen noch gesperrt

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In Schenklengsfeld wurden Bäume wie Streichhölzer umgeknickt

Hersfeld-Rotenburg. Die Schäden, die das Orkantief Xynthia am Sonntag im Landkreis Hersfeld-Rotenburg anrichtete, beschäftigen auch am Tag danach die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Straßenmeistereien.

Viel Aufräumarbeit ist zur Stunde angesagt. Nach Angaben der Polizei sind im Kreisteil Rotenburg noch vier Straßen wegen umgestürzter Bäume gesperrt.

Die Landesstraße von Hönebach nach Friedewald, die Kreisstraße von Nentershausen nach Ulfen im Bereich Blinde Mühle, die Landesstraße zwischen Iba und dem Abzweig nach Solz sowie die Straße am Stock – die Verbindung von Rotenburg in den Besengrund – sind davon betroffen.

Die Einsatzkräfte arbeiten daran, die Strecken wieder freizuräumen. Zehn Straßensperrungen gibt es aktuell auch im Bereich der Straßenmeisterei Bad Hersfeld. Umgefallene Schilder werden dort wieder aufgerichtet, Bäume von Straßen geräumt.

Auch in der Nacht zum Montag stürzten unter anderem im Herfagrund und an der Einhofsiedlung noch vereinzelt Bäume um. Bei Haunetal-Herrmannspiegel fiel ein Baum auf ein Auto – verletzt wurde niemand. Mitarbeiter der Forstämter sind dabei, eine Schadensbilanz in den Waldgebieten zu erstellen. Doch auch sie müssen sich gedulden, weil viele Wege blockiert sind und sie noch nicht überall hinkommen.

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„Großflächige Schäden, wie im Januar 2007 beim Kyrill-Sturm, hat es nach unseren ersten Erkenntnissen durch Xynthia aber nicht gegeben“, sagt Dr. Hans-Werner Führer, Leiter des Forstamtes in Rotenburg, auf Anfrage unserer Zeitung. Stattdessen seien viele kleinere, punktuelle Schäden aufgetreten.

„Am heftigsten betroffen ist wohl das Gebiet zwischen Hönebach und Friedewald – dort wird mit schwerem Gerät geräumt, um die Straße wieder frei zu bekommen“, berichtet der Forstamtsleiter. Auch im Bereich des Alheimers und rund um Sterkelshausen gebe es größere Schäden.

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Zunächst gelte es, alle öffentlichen Straßenverbindungen wieder freizuräumen. „Danach sind schleunigst die blockierten Waldwege dran“, sagt Führer. Das sei wichtig, damit der Abtransport des Holzes aus dem Wald sichergestellt werden kann.

„Die Holzproduktion fragt nach und wartet schon“, berichtet Führer: Erst sei ein Abtransport wegen des vielen Schnees nicht möglich gewesen „und jetzt liegen Bäume im Weg“.

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