1974 wurde das Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg eröffnet

Großes Lob zum 40.

Eintrag ins Gästebuch der Stadt Rotenburg: Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher kam der Bitte von Bürgermeister Christian Grunwald gerne nach. Fotos: Schankweiler-Ziermann

Rotenburg. Großer Bahnhof am Donnerstag in der Göbel Hotels Arena: Zur Feier 40 Jahre Herz- und Kreislaufzentrum in Rotenburg waren unter den 250 geladenen Gästen auch der langjährige Bundesaußenminister und Vizekanzler Hans-Dietrich Genscher und seine Frau, Barbara Genscher, Schirmherrin der Deutschen Herzstiftung. Zum ersten Mal sprachen die beiden gemeinsam auf einer Veranstaltung, erklärte Festredner Hans-Dietrich Genscher.

Barbara Genscher ist seit 1987 Schirmherrin der Herzstiftung, die sich Information und Aufklärung auf ihre Fahnen geschrieben hat. Herzerkrankungen sind immer noch die Todesursache Nummer eins in Deutschland. Man wolle eine Brücke zwischen Patient und Arzt schlagen, sagte sie, und lobte die Zusammenarbeit mit dem HKZ. Prof. Christian Vallbracht, Chefarzt der Kardiologie, ist seit vielen Jahren aktives Mitglied des wissenschaftlichen Beirats und Förderer. Jährlich werden in der Stiftskirche Benefizkonzerte zugunsten der Herzstiftung veranstaltet.

Barbara Genscher nannte auch die Heinz und Gudrun Meise-Stiftung, die die Forschung unterstützt. Gudrun Meise, die Witwe des HKZ-Gründers, war ebenfalls unter den Festgästen.

Herausragende Arbeit

Auf die hoch spezialisierte Versorgung im Akut- und Reha-Bereich am HKZ ging der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner ein und nannte den Hybrid-OP und die Implantation von Kunstherzsystemen. Seit 2011 verfügt das HKZ auch über eine Neurologie, die Schlaganfall-Einheit (Stroke Unit) wurde im vergangenen Jahr zertifiziert. Grüttner betonte die Bedeutung von Qualität und erteilte dem Einzelkämpfertum von Kliniken eine Absage. Eine Erweiterung von Versorgungsaufträgen sei nur bei einer Kooperation von Kliniken möglich.

Von einer herausragenden Arbeit des HKZ für die Region sprach Prof. Edgar Franke, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Bundestages. Das HKZ sei unersetzlich für die Region.

Eine Steilvorlage gab Prof. Vallbracht dem Festredner Hans-Dietrich Genscher mit den Worten, dass man sich um die Verbindung von erstklassiger Medizin und Zuwendung bemühe. Genscher berichtete von der Zuwendung, die er durch Schwestern und Ärzte schon im Alter von 19 Jahren erfahren hatte, als er schwer an Tuberkulose erkrankt war.

Die Moderation des Festaktes hatte Lothar Kolb übernommen, langjähriger Leiter des HKZ-Freizeitzentrums. Eva Gerlach (Klavier) und Wolfram Geiss Violoncello) sorgten für den musikalischen Rahmen.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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