Behindertentag: Die Tribute-Band „Queen Kings“ machte mächtig Stimmung

Dem großen Vorbild ganz nah

Fast wie das Original: Die „Queen Kings“ rockten zwei Stunden lang den Linggplatz. Foto: Manns

Bad Hersfeld. Nicht zuviel versprochen hatten die Veranstalter des Behindertentages mit der Ankündigung, die Tribute-Band „Queen Kings“ sei dem großen Vorbild musikalisch zum Verwechseln ähnlich.

Tatsächlich rockte das Sextett aus Siegburg den Linggplatz mit Interpretationen der Queen-Klassiker, die einerseits den Sound von Freddy Mercury & Co. authentisch nachahmten, andererseits mit einer eigenen Handschrift versehen waren.

Dafür waren in erster Linie Arrangements verantwortlich, die die Band-Musiker nicht auf das bloße Nachspielen beschränkten. Das individuelle Können der „Queen Kings“ zeigte sich beispielsweise auch beim überzeugend vorgetragenen Welt-Hit „Bohemian Rhapsody“, der instrumental wie gesanglich eine große Herausforderung darstellt. Das galt auch für „Somebody to love“ oder das von Bassist Rolf Sander durch ein fantasievolles Solo angereicherte „Another one bites the dust“. Ob nun Rocker wie „Tie your mother down“ und „Killer Queen“ oder Gemäßigteres wie „Play the game“ und „Crazy little thing called love“ – die „Queen Kings“ spielten wie die nächstbeste Band zum Original.

6. Deutscher Behindertentag in Bad Hersfeld

Zudem erwies sich Frontmann Mirko Bäumer als ein munterer Entertainer, der mit seinen augenzwinkernd vorgetragenen Bemerkungen wahlweise das Wetter, die Zuhörer oder die Stadt Bad Hersfeld hochnahm.

Zum guten Schluss des zweistündigen Konzertes gab’s das unverzichtbare Doppel „We will rock you“ und „We are the champions“ und spätestens jetzt machte das ob der Hitze etwas spärlich erschienene Publikum – wie von Bäumer gefordert – Lärm für 60 000 Leute.

Von Karl Schönholtz

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