Kommunalwahl: Grüne und Bürgerlisten gewinnen an Wählergunst

Die Großen verlieren, die Kleinen legen zu

Hersfeld-Rotenburg. Nur jeder zweite Wahlberechtigte im Kreis Hersfeld-Rotenburg hat an der Kommunalwahl teilgenommen. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 51 Prozent und damit noch niedriger als 2006 (54,2 Prozent).

Wegen des komplizierten Wahlverfahrens und der vorgezogenen Auszählung der Volksabstimmung über die Schuldenbremse lagen bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe nur einige Trendergebnisse vor.

Im Kreistag bleibt die SPD danach stärkste Kraft, verliert aber genau wie die CDU deutlich an Stimmen. Klarer Gewinner sind auf Kreisebene die Grünen, die nach ersten Berechnungen sieben Sitze im Kreistag erringen.

Ähnlich auch die Ergebnisse in den drei großen Städten des Kreises. In Bad Hersfeld verlieren danach SPD und CDU massiv Stimmen. Die SPD bleibt aber stärkste Kraft. Gewinner sind die Grünen und die FDP von Bürgermeister Thomas Fehling. Die Neue Bürgerliste (NBL) kommt auf acht Prozent.

In Rotenburg verliert die SPD von Bürgermeister Manfred Fehr ihre bisherige absolute Mehrheit und sinkt unter 50 Prozent. Gewinner ist dort die UBR (Unabhängige Bürger Rotenburgs), die voraussichtlich auf etwa 17 Prozent kommt. In Bebra bricht die CDU von Bürgermeister Horst Groß ein und kommt nur noch auf 40 Prozent, ein Verlust von acht Prozent. Gewinner ist dort offenbar die Liste Gemeinsam für Bebra.

Nach Auskunft von Kreiswahlleiter Dieter Scheer verlief der Wahltag bis zum Schließen der Wahllokale ohne besondere Vorkommnisse. Für die ersten Trendergebnisse werden nur Stimmzettel ausgezählt, bei denen ein Wahlvorschlag unverändert angenommen worden ist, also eine Liste angekreuzt wurde. Sie machen allerdings nur etwa die Hälfte der Stimmzettel aus. Mit dem amtlichen Endergebnis wird erst Mitte der Woche gerechnet. Wegen der Auszählung bleiben heute viele Rathäuser im Kreis geschlossen.

Zum Tage Lokalseite 3

Von Kai A. Struthoff

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