Straßenbauprojekt hat ein Volumen von 260 Millionen-Euro

Großauftrag aus Polen für Baufirma Kirchner

Bad Hersfeld. Die Baufirma Kirchner hat einen 260 Millionen Euro schweren Großauftrag in Polen an Land gezogen. Das Bad Hersfelder Traditionsunternehmen soll 36,5 Kilometer einer Schnellstraße nordwestlich von Warschau bauen. Zu dem Auftrag gehören auch der Umbau einer Parallelstraße, die Errichtung von 27 Brücken, vier Rastplätzen und drei Anschlussstellen. Gestern wurde der Vertrag im polnischen Olsztyn unterzeichnet.

„Für unsere Firma ist das auch eine wichtiger Beitrag zur Sicherung des Standortes in Bad Hersfeld“, sagte Kirchner- Geschäftsführer Peter Hübner nach der Vertragsunterzeichnung gegenüber unserer Zeitung. „Außerdem erhält der Name Kirchner durch dieses Großprojekt auch im Gesamtkonzern noch mehr Gewicht.“ Kirchner profiliere sich damit weiter als wichtiger „Know-how-Träger“. Seit 2008 gehört Kirchner als eigenständige Firma zu dem österreichischen Baukonzern Strabag SE, dessen polnische Tochter gemeinsam mit Kirchner Polska das Projekt realisiert.

Schwieriges Gelände

„Aufträge dieser Größenordnung gibt es heute nur noch in Polen“, erklärt Hübner. Das Großprojekt stellt die Baufirmen vor besondere Herausforderungen. Die Straße soll von Kalsk bis Milomlyn in den Masuren führen. Die Region hat einen hohen Grundwasserspiegel und viele Torfgebiete. Um die nötige Tragfähigkeit des Untergrunds zu sichern, müssen 15 Meter lange Tiefgründungen eingebracht werden, erläutert Hübner.

Hinzu kommt, dass das Projekt schon bis Juli 2012 abgeschlossen sein soll. Baubeginn ist bereits im März diesen Jahres. Insgesamt werden rund 1000 Mitarbeiter bei dem Projekt beschäftigt sein. Die Strabag Polska hat die Federführung im Konsortium und übernimmt den Brückenbau und 40 Prozent des Straßenbaus. Die Firma Kirchner wird die restlichen 60 Prozent des Straßenbauauftrags ausführen.

Zum Tage, HinterGruNd

Von Kai A. Struthoff

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