Karl Schönholtz über das Festspiel-Ensemble

Die Größe der Namen

Große Namen hatte Bad Hersfelds neuer Festspiel-Intendant Holk Freytag vollmundig angekündigt, als er im Spätsommer antrat, das Schauspiel in der Stiftsruine zu früherer Größe zu führen. Ob die Namen des Ensembles 2010, die Freytag gestern bekannt gab, nun richtig groß sind, nur größer als die der jüngeren Vergangenheit oder so groß oder klein wie immer bei den Bad Hersfelder Festspielen, das wird in den nächsten Tagen in der Stadt sicher heiß diskutiert werden. Doch wie in jedem Jahr stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, welcher Maßstab für einen „großen Namen“ überhaupt anzulegen ist. „Groß“ in Theaterkreisen ist nämlich auf jeden Fall etwas anderes als „bekannt“ durchs Fernsehen. Und schon wird’s richtig schwierig. Ein gutes Beispiel ist der Schauspieler Martin Wuttke. Bevor der zum Leipziger „Tatort“-Kommissar wurde, war Wuttke nur Theaterfreunden bekannt. Diese freilich wussten ihn als richtig „großen Namen“ zu schätzen. Wuttke ist bei den Festspielen nicht dabei. Dafür aber Dieter Mann. Kennen Sie nicht? Fragen Sie mal einen Theaterfreund...

ks@hersfelder-zeitung.de

Kommentare