Berliner Künstler begeistern in der Schilde-Halle

Grimms Märchen in Sand gemalt

Märchen aus Sand: Die vier Berliner Künstler begeisterten das Publikum in der Schilde-Halle. Foto: Manns

Bad Hersfeld. Vier Künstler aus unterschiedlichen Bereichen haben unter dem Motto „Grimms. Erzähl!Kunst aus Berlin“ in der Schilde-Halle das Publikum mit der Darstellung berühmter Märchen mithilfe von Gestik, Wort, Klang und Sandmalerei begeistert.

Gekonnt malt Regina Tokarczyk mit feinem Sand eine Szene aus dem Märchen „Die Sterntaler“ auf eine weiße Projektionsfläche. Gleichzeitig erzählt Peter Gößwein die Geschichte des armen Waisenkindes, das gutmütig all sein Hab und Gut an Fremde verschenkt und dafür mit silbernen Sterntalern belohnt wird.

Die Erzählpausen füllen Sopranistin Almut Kühne und Hannes Lingens mit improvisiertem Gesang und Akkordeontönen sowie Klangeffekten. Auf diese Art und Weise präsentierten die vier Künstler aus Berlin fünf Grimmsche Märchen, darunter auch „Von dem Machandelbaum“, „Das Hirtenbüblein“, „Läuschen und Flöhchen“ und „Der faule Heinz“. Außerdem zählte das Musikstück „Pannonica“ des US-amerikanischen Jazzmusikers Thelonius Monk zum Programm des Abends.

Besonders beeindruckte Regina Tokarczyk das Publikum in der Schilde-Halle. Die freiberufliche Illustratorin und Designerin, die seit 2010 weltweit durch Auftritte mit Sandmalerei bekannt ist, zeigte ihr ganzes Können beim Illustrieren der Märchen mithilfe des feinen Sandes. Gekonnt schuf sie dabei fließende Übergänge zwischen den einzelnen Bildern und vervollständigte damit das Märchenerlebnis der rund 25 Zuschauer.

Im Rahmen von GRIMM 2013, dem Festprogramm zum 200-jährigen Jubiläum der Kinder- und Hausmärchen der berühmten Brüder Jacob und Wilhelm Grimm, finden in diesem Jahr verschiedene Veranstaltungen statt. Den Höhepunkt bildet die Ausstellung „Expedition Grimm“ in der documenta-Halle Kassel vom 27. April bis 8. September.

Von Nicole Wagner

„Grimms. Erzähl!Kunst aus Berlin“ in der Schilde-Halle

Kommentare