Geistalschüler besuchen ihre Partner vom „Gymnazium“ der Partnerstadt Sumperk

Grenzen überwunden

Willkommen: Die Schülergruppe der Gesamtschule Geistal wurde bei ihrer Reise in die Partnerstadt Sumperk von Bürgermeister Zdenek Broz (rechts) im Rathaus empfangen. Foto: nh

Bad Hersfeld. Für deutsche Zungen unglaublich schwierig, diese tschechische Sprache. Doch ohne die nötigsten Ausdrücke wie „Guten Tag“ und „auf Wiedersehen“, „bitte“ und „danke“ geht es nun mal nicht, will man nicht unhöflich sein. So gab es schon in dieser Hinsicht für die Schüler der Gesamtschule Geistal beim Besuch der Partnerschule in Sumperk einiges auszuprobieren und zu lernen.

Aber natürlich erfuhren die Schüler während des Aufenthaltes auch viel über die Stadtgeschichte. So überraschte eine kleine aber feine Ausstellung über Hexenprozesse der Gegend im Geschader-Haus, dem Europäischen Begegnungszentrum, mit spannenden Geschichten und einer Vielzahl historischer Informationen. Hier hat auch die tschechisch-deutsche Gesellschaft ihren Sitz, die gemeinsam mit den beiden Städten das Austauschprogramm unterstützt.

Tagesausflüge

Tagesausflüge, zum Beispiel in die Stadt Olomouc, rundeten das abwechslungsreiche Programm ab. Hier durften die Schülerinnen und Schüler in einer der ältesten und beliebtesten Universitäten des Landes sogar schon mal „Uni-Luft“ schnuppern.

Der Höhepunkt der Reise war der Besuch im Sumperker Rathaus. Nach dem Erklimmen des Turmes wurde die Gruppe von Bürgermeister Zdenek Broz sehr herzlich empfangen und anschließend mit kleinen Erfrischungen und landestypischen Leckereien verwöhnt. In beeindruckenden und sehr auf die Jugendlichen zugeschnittenen Grußworten verglich er die Lebenswirklichkeit seiner eigenen Jugend, in der Grenzen Begegnungen wie diese verhindert hatten, mit der der Jugendlichen von heute und warf schließlich einen Blick auf die jüngere Geschichte Europas.

Natürlich kam bei gemeinsamen Freizeitaktivitäten der Jugendlichen auch der Spaß-Faktor nicht zu kurz und das Leben in den Familien ermöglichte noch besseres Kennenlernen.

Am Ende fiel der Abschied schwer und so manches Tränchen war zu entdecken. „Ahoi“, Sumperk, wir freuen uns schon darauf, dass Austausch Nummer fünf im Frühling 2015 mit dem Besuch der neuen tschechischen Schülergruppe bei uns eingeleitet wird“, hieß es am Schluss auf Seiten der Hersfelder. (red/rey)

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