Sozialplan für 28 Mitarbeiter – Forschungszentrum bleibt

Grenzebach schließt Fertigung in Bad Hersfeld Ende April

Bad Hersfeld. Der Maschinenbauer Grenzebach BSH schließt Ende April seine Fertigung am Standort Bad Hersfeld. Das gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt.

Betroffen sind 28 der insgesamt 330 Mitarbeiter. Die Geschäftsführung begründet die Umstrukturierung mit wirtschaftlichen Gründen: Eine Produktion an zwei Standorten sei angesichts der Auslastungs- und Kostensituation langfristig nicht tragbar. In Bad Hersfeld wurden bisher überwiegend Vorfertigungsteile wie gekantete Bleche und Walzen gefertigt und für den Hauptfertigungsstandort in Hamlar (Bayern) zugeliefert. Die Fertigung solle jetzt am Hauptsitz gebündelt werden. Betriebsrat und Geschäftsführung haben sich auf einen Sozialplan und einen Interessenausgleich geeinigt. Dazu gehöre auch eine Qualifizierung und Weitervermittlung der langjährigen Fertigungsmitarbeiter. Acht Beschäftigte seien bereits zu TLT-Turbo gewechselt. Für zwei Industriemechaniker-Azubis gebe es mehrere Optionen. Dem Unternehmen sei es aber wichtig, dass sie ihren Berufsabschluss erlangen, teilt Werksleiter Franz Wilbois mit.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen die Umstrukturierung angekündigt und die mögliche Schließung der Produktion angedeutet. Neben der Fertigung befindet sich auf dem Firmengelände an der Rudolf-Grenzebach-Straße im Stadtteil Hohe Luft das Kompetenzzentrum für Baustoff- und Holzindustrie sowie Verfahrenstechnik.

Das gruppenweite Zentrum für Forschung, Entwicklung und Technik sowie für Montagen und Inbetriebnahmen in der ganzen Welt solle erhalten und die Kompetenzen in der Prozess- und Anlagenentwicklung sowie das Technikum ausgebaut werden.

Die Fertigungshalle könne zum Teil für die Optimierung und Erweiterung des Technikums genutzt werden. Mehr lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten Zeitung und im E-Paper.

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