30 Arbeitsplätze in Bad Hersfeld auf dem Prüfstand

Grenzebach reagiert auf die Weltmarktkrise

Der neue Geschäftsführer der Grenzebach BSH Gruppe Renato Luck (vorn rechts) bei der offiziellen Amtsübergabe, hier mit Firmengründer Rudolf Grenzebach, Hauptgesellschafterin Sonja Grenzebach-Proeller, und seinem Vorgänger Bernd Minning

Bad Hersfeld. Vor dem Hintergrund der aktuellen Weltmarktsituation stellt sich der Anlagenbauer Grenzebach BSH neu auf. In Bad Hersfeld stehen deshalb 30 Arbeitsplätze im Bereich der Fertigung auf dem Prüfstand. „Die Nachfrage aus Russland ist komplett eingebrochen“, erklärt der neue Geschäftsführer der Grenzebach-Gruppe, Renato Luck, die aktuelle Lage. Ein Grund dafür seien der Ukraine-Konflikt und die Sanktionen der EU.

Luck treibt deshalb den Konsolidierungsprozess der Grenzebach-Gruppe voran. So soll der Stammsitz des Familienunternehmens in Hamlar zum Hauptfertigungsstandort in Deutschland werden. Für Bad Hersfeld hieße dies, dass die rund 30 Arbeitsplätze im Bereich der Fertigung entfallen würden. „Das ist eine sehr schmerzhafte Information“, weiß Geschäftsführer Luck.

Gestern wurden die betroffenen Mitarbeiter und der Betriebsrat über die Konsolidierungspläne informiert. Ob die Mitarbeiter andere Arbeitsplätze in der Unternehmensgruppe angeboten bekommen, ist derzeit ebenso wie der zeitliche Rahmen offen.

Gleichzeitig betont Luck, dass Grenzebach in Bad Hersfeld auch zukünftig das weltweite Kompetenzzentrum für Forschung, Entwicklung, Planung und Lieferung im Bereich der Baustoffindustrie und Verfahrenstechnik bleibe. So werde derzeit in Bad Hersfeld ein alternativer Dämmstoff auf Holzbasis entwickelt. (kai)

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