Hersfelds Kinder tanzen „Dornröschen“ mit den Profis des Russischen Nationalballetts

Grazile Katzen im Ballett

Die Ballettgruppe der Tanzschule Birgitt Fründ in der Endformation ihrer ersten Probe mit Timur Kinzikeev (Mitte hinten), Solist des Russischen Nationalballetts aus Moskau. Foto: Pistor

Bad Hersfeld. Aufgeregt leuchten die Augen der jungen Ballettschülerinnen, als der 31-jährige professionelle Tänzer des Russischen Nationalballetts aus Moskau, Timur Kinzikeev, sie zur Probe für „Dornröschen“ zu sich ruft.

Die speziell für die Vorstellung choreographierten Kinderrollen beginnen mit katzenhaften Bewegungen zu Tschaikowskys Musik: Man putzt sich anmutig, reibt die Nasen aneinander und tänzelt eilig mit gereckten Köpfen durch den Saal.

Das Russische Nationalballett arbeitet seit einigen Jahren mit deutschen Tanzschulen zusammen und wählt kulturell interessante Städte wie Bad Hersfeld zur Zusammenarbeit aus. Man konzentriert sich darauf, die Tradition bedeutender russischer Ballettstücke aufrecht zu erhalten.

Von Dornröschen verzaubert

In diesem Jahr ist die Wahl auf das Projekt „Dornröschen“ gefallen, ein allseits beliebtes Kindermärchen und das gelungenste aller Ballette aus der zaristischen Ära. Jede Szene wird durch eine Erzählung veranschaulicht, sodass auch die jüngsten Zuschauer den Inhalten der getanzten Szenen folgen können. Das Publikum wird mit Anmut, Leichtigkeit und hoher Präzision der Bewegung in eine bunte Märchenwelt mit zauberhaften Kulissen und dreihundert Kostümen entführt.

Kinzikeev tanzt selbst eine der Hauptrollen, die der bösen Fee Carabosse, da Männer in russischer Balletttradition häufig die weiblichen Rollen übernehmen. Er wird eigens mit den Kindern der Bad Hersfelder Ballettschulen Fründ und Meckbach für die Aufführung trainieren. „Es ist wichtig für Kinder, auf der Bühne zu stehen und die Möglichkeit zu haben, auch mal hinter die Kulissen blicken zu dürfen“, meint Kinzikeev. Birgitt Fründ freut sich darüber, dass die jungen Tänzerinnen hierbei von ihren Vorbildern lernen können. Sie sagt, es sei immer wieder schön, wenn Eltern anriefen und sagten, dass ihre Kinder Ballett tanzen möchten, denn es helfe ihnen bei der körperlichen und kognitiven Entwicklung sehr. In erster Linie soll das neue Projekt jedoch Spaß machen und die Kinder verzaubern. „Es wird ein ganz besonderes Erlebnis für die Kinder, und das ist die Hauptsache!“

Wer bei dieser besonderen Ballettaufführung zuschauen möchte, kann über die Konzertzentrale der Festspiele (06621/201365), die Hersfelder Zeitung (06621/161292) oder über die Tickethotline 01805/4470777 (14ct./min.) Eintrittskarten für die Vorstellung am Donnerstag, 4. November, ab 19 Uhr in der Stadthalle bestellen.

Ticketpreise

Die Preise liegen je nach Sitzplatz zwischen 19,90 und 35,90 Euro, ermäßigte Tickets für Schüler, Studenten und Senioren kosten 14,90 bis 30,90 Euro.

Weitere Informationen: www.agenda-production.com.

Von Christina Pistor

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