„Senioren 50 plus“ aus Hilmes erfreuen im Hospital mit närrischem Programm

Graue Schläfen verbinden

Für närrische Stimmung im Altenzentrum Hospital sorgten die Hilmeser „Senioren 50 plus“ mit ihren Liedvorträgen und Sketchen. Foto: Schmidl

Bad Hersfeld. „Tatü-tata, die Feuerwehr ist da“. So begrüßte Manfred Steinhauer im Namen der Hilmeser „Senioren 50 plus“ die Bewohner und Gäste im Altenzentrum Hospital. Die mit Hüten, Riesenbrillen und Perücken verkleideten Männer im besten Alter stimmten die Senioren mit einem tollen Programm auf die närrische Zeit ein.

28 Männer der Feuerwehr

„Graue Schläfen verbinden“, versicherte Manfred Steinhauer, der wie immer bei den Auftritten der „Senioren 50 plus“ die Moderation übernahm und gemeinsam mit Hans Sieling und Walter Pfromm die kleine Kapelle bildet. Alle 28 Männer sind Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Hilmes und bringen sich mit vielfältigen ehrenamtlichen Aktivitäten in der eigenen Gemeinde ein, sorgen aber auch bei unzähligen privaten und öffentlichen Veranstaltungen mit Liedvorträgen und Sketchen für Kurzweil. Besonders in den Altenpflegeheimen im Kreis Hersfeld-Rotenburg und darüber hinaus sind sie gern gesehene Gäste.

„Wir sind kein Gesangverein“, betonen die sangesfreudigen Hilmeser. Aber sie hätten fleißig geübt, als sie bemerkten, dass beim geselligen Beisammensein immer nur die erste Strophe gesungen werden konnte und inzwischen schöpfen sie aus einem reichen Repertoire und rührten an diesem Nachmittag mit Volksliedern wie „Ein Heller und ein Batzen“ oder „Das alte Försterhaus“ die Frauen und Männer zu Freudentränen, motivierten aber auch zum Mitsingen und Schunkeln.

Mit Fritz Bierwirt haben die Feuerwehrsenioren einen begnadeten Bühnenprofi in ihrer Mitte, der in Frauenkleidern kein gutes Haar an dem „Halbmenschen namens Mann“ ließ. „Ist er erst verheiratet, geht er auseinander wie ein Kreppel“, zeterte er als „Männerfeindin“.

Bei seinem zweiten genialen Soloauftritt hatte er mit Otto Reutters Couplet „Ich habe zu viel Angst vor meiner Frau“ wieder die Lacher auf seiner Seite.

Viele Gassenhauer wie „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ steigerten die Stimmung und natürlich fehlte auch nicht der Narhallamarsch. Ein dreifach donnerndes „Hospital Helau“ erschallte durch die fröhlich geschmückten Räumlichkeiten. Pastor Ronald Loot bedankte sich als Heimleiter für das Engagement und versicherte, dass es keinen besseren Auftakt zur Faschingssaison hätte geben können.

Von Gudrun Schmidl

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