Im Bad Hersfelder Sozialausschuss beginnt das Nachdenken über den Haushalt für 2013

Gratis-Essen kommt auf den Prüfstand

Bad Hersfeld. Entschieden ist noch nichts. Doch ab sofort beginnt in den Fraktionen der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung das Nachdenken über den Haushalt 2013. Ein Thema wird dabei die bislang kostenlose Mittagsverpflegung in den städtischen Kindertagesstätten sein.

Die wurde bereits im vergangenen Jahr diskutiert, als Bürgermeister Thomas Fehling angesichts zu stopfender Löcher mit diversen Einsparvorschlägen aufwartete. Das Gratis-Essen wurde seinerzeit nicht gestrichen, auch dann nicht, als der unerwartete Ausfall von Gewerbesteuern die Finanzlage weiter verschlechterte.

Auch im Hinblick auf 2013 „wird das eine politische Entscheidung sein“, kündigte Thomas Klessa (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Soziales und Sport, während dessen jüngster Sitzung an. Wie sich die Mehrheitsfraktion von SPD, Grünen und FWG in diesem Punkt positionieren wird, ließ er allerdings offen. Auch hier besteht Beratungsbedarf.

Die dafür erforderlichen Informationen lieferte dem Ausschuss Bürgermeister-Referent Horst Gerlich, der in der Stadtverwaltung auch für die Kindergärten zuständig ist.

176 000 Euro lässt sich Bad Hersfeld das Gratis-Essen für derzeit 310 Kinder kosten. Hinzu kommen 120 000 Euro für die Bezahlung der Küchenhilfen, die das Essen zubereiten beziehungsweise portionieren.

Würde den Eltern die Mittagsverpflegung in Rechnung gestellt, käme jedoch nur eine Ersparnis von 223 000 Euro für den städtischen Haushalt zusammen, weil der Landkreis bedürftige Familien, beispielsweise Hartz IV-Empfänger, dann unterstützen würde.

Von Karl Schönholtz

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