Kultband gibt am 13. August ihr letztes Konzert – Trennung aus beruflichen Gründen

Goodbye Rhöner Dröhner

Die Rhöner Dröhner: Egbert Kraus (Schlagzeug), Andreas Kreutz (Technik), Winfried Reckers (Bass), Bertram Glotzbach (Keyboards), Andreas Schlossarek (Gesang), Sabine Brehmer (Gesang), Manfred Ernst (Gitarre/Gesang) und Dirk Michel (Gitarre/Gesang).

Bad Hersfeld. Das silberne Band-Jubiläum hätten sie eigentlich noch ganz gerne geschafft. Doch das wird nun nicht mehr klappen. Nach 24 gemeinsamen Jahren auf der Bühne geben die Rhöner Dröhner am 13. August ihr Abschiedskonzert, im Biergarten Zur Sonne in Gruben.

Berufliche Gründe nennen die Dröhner als Ursache für die Trennung. Zuletzt war es schwierig geworden, überhaupt Probentermine zu finden, weil alle so sehr eingespannt waren. Dass zusätzlich die Suche nach einem neuen Sänger – Andreas Schlossarek schaffte es nicht mehr, für Proben und Auftritte aus Darmstadt nach Osthessen zu pendeln – erfolglos blieb, führte zu dem Entschluss, auseinanderzugehen. „Wenn man so lange zusammen ist, gibt es so was wie Routine. Und dann sackt die Motivation ab“, sagt Gitarrist Manfred Ernst.

Fast wie eine Familie

Leicht ist der Entschluss den Dröhnern nicht gefallen. Schließlich waren sie fast wie eine Familie, haben erlebt, wie Beziehungen entstanden und auseinandergingen, Kinder geboren wurden und heranwuchsen, berufliche Entscheidungen das Leben veränderten.

Den Traum, von ihrer Musik leben zu können, den Durchbruch zu schaffen, den hatten die Rhöner Dröhner nie, versichert Keyboarder Bertram Glotzbach. Für alle acht war immer klar, dass die Musik Hobby ist. Selten genug waren die Einnahmen aus Auftritten kostendeckend. Aber da es nicht ums Geld ging, sondern vor allem an den Spaß – miteinander und mit dem Publikum – kümmerte das niemanden.

Mit großem Vergnügen denken die Musiker und ihre Sängerin an gelungene und kuriose Auftritte zurück. An eine Rockgala im Hotel Hilton in Dresden zum Beispiel, oder an einen Auftritt für die Hessische Landesbank in Offenbach vor 2000 Leuten.

Verblüfft waren die Rhöner Dröhner dagegen, als sie in einem riesigen, aber leeren Festzelt in Stadtallendorf standen und von den Ordnern erfuhren, dass sei dort immer so, da käme nie jemand zu den Konzerten. Für die mitgereisten Fans gab’s deshalb einen Auftritt in intimem Rahmen, im Stuhlkreis auf der Bühne.

Unvergessliches Silvester

Nicht ganz die richtige Zielgruppe sah die Rock-Cover-Band in der Silvesternacht zum Jahrtausendwechsel vor sich. Die überwiegend betagten Zuhörer, die sich mit bunten Hütchen ausstaffiert hatten, erwarteten offensichtlich eine Blaskapelle oder zumindest ein wenig Schlagermusik. Doch da kommen die Rhöner Dröhner ganz schnell an ihre Grenzen.

Sie wollen rocken und mit ihrem Publikum Party machen. Die Leute sollen tanzen und Spaß haben. Ihr Repertoire setzt sich aus Lieblingsliedern der Bandmitglieder zusammen. „Da hat jeder mal was angeschleppt“, erzählt Bertram Glotzbach. „Wir hatten immer ein buntes Repertoire“, ergänzt Manfred Ernst. Damit waren die Rhöner Dröhner vor allem in Nord- und Osthessen unterwegs. Lieblingsbühnen waren das Buchcafé in Bad Hersfeld und die Kulturscheune in Wehrda.

Karten für das Abschiedskonzert gibt es in der BrillenSchmiede in Bad Hersfeld, bei Foto Daniel in Eiterfeld und bei den Dröhnern selbst (Egbert Kraus: Tel. 06652//2500).

www.rhoener-droehner.de

Von Christine Zacharias

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