Jahrhundertprojekt auch finanziell im Plan – Im städtischen Haushalt 2011 droht ein Loch

Glückwunsch zum Schilde-Park

Bad Hersfeld. Die Entscheidung der Bad Hersfelder Stadtverordneten für das Jahrhunderprojekt Schilde-Park war Peter Lieder vom Sanierungsträger Wohnstadt einen nachträglichen Glückwunsch wert. Denn wenige Monate vor Fertigstellung wesentlicher Teile der innenstadtnahen Anlage mit Science-Center, Plaza, Veranstaltungshalle und Parkhaus ist das 38,9 Millionen Euro-Unternehmen auch finanziell im Plan geblieben. Das rechnete Lieder jetzt den Mitgliedern den Haupt- und Finanzausschusses vor.

Auf ein Gesamtvolumen von knapp 39 Millionen war Lieder gekommen, weil er die bisherige Mixtur von Brutto- und Netto-Beträgen vereinheitlicht hat. Außerdem waren Projektteile wie beispielsweise das Parkhaus bei der Gesamtrechnung zeitweise außen vor gelassen worden.

Gegenüber der Finanzplanung von vor zwei Jahren haben sich die Kosten demnach um 2,7 Millionen Euro erhöht. „Mehrkosten von weniger als zehn Prozent, das ist eine hervorragende Leistung“, sagte Lieder und verwies auf die seit 2009 zusätzliche eingeplanten Bauten wie eben das Parkhaus oder die neue Tourist-Info.

Weil in den Schilde-Park Fördermittel in einer Gesamthöhe von rund 17 Millionen Euro fließen, liegt die Belastung für den städtischen Haushalt bei lediglich 1,42 Millionen Euro pro Jahr. Ursprünglich hatte man laut Lieder mit einer jährlichen Belastung von 2,26 Millionen rechnen müssen.

Auch der Bericht von Stadtkämmerer Wilfried Herzberg zur aktuellen Situation des städtischen Haushalts gab keinen Anlass zur Beunruhigung: bei der Gewerbesteuer rechnet Herzberg mit einem leichten Plus, während der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer möglicherweise nicht ganz den Ansatz erreicht.

Eine Lücke tut sich möglicherweise durch erhöhte Personalkosten – in erster Linie bedingt durch erforderliche Neueinstellungen im Kindergartenbereich – auf. Der sich momentan abzeichnende Betrag von 167 000 Euro könnte jedoch durch den Überschuss aus dem Haushalt 2010 – knapp 200 000 Euro – aufgefangen werden. Eigentlich sollte dieses Geld der Schuldenreduzierung dienen.

Von Karl Schönholtz

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