So reagieren Politiker und Vertreter des öffentlichen Lebens auf die Wiederwahl von Barack Obama als US-Präsident

Glückwünsche für einen verlässlichen Freund

Hersfeld-Rotenburg. Politiker aller Parteien und Vertreter des öffentlichen Lebens aus unserem Kreis haben die Wiederwahl Barack Obamas begrüßt. Wir haben Stimmen eingeholt:

Michael Roth, SPD-Bundestagsabgeordneter: „Dass auch ein charismatischer Politiker, der für Hoffnung und Aufbruch stand, in den Mühen des Alltags ankommt, ist in einer Demokratie zwangsläufig. Ich habe Obama die Daumen gedrückt. Mit Sorge sehe ich aber die tief gespaltene Gesellschaft, die immer stärkere Polarisierung der amerikanischen Politik. Der Einfluss christlicher Fundamentalisten droht immer größer zu werden. Hoffentlich gelingt es Europa und den USA, wieder stärker zusammenzurücken: Frieden, Stabilität und Klimaschutz bleiben gemeinsame Projekte.“

Helmut Heiderich, CDU-Bundestagsabgeordneter: „Es ist gut, dass das Ergebnis eindeutiger ausgefallen ist, als viele Experten vorausgesagt haben. Das gibt Obama die Möglichkeit, das gesamte Land zu einem neuen Aufschwung zu führen, was auch uns in Europa hilft. International muss es nach den Wahlen in Russland, den USA und der Regierungsbildung Chinas zu einem "Sprung nach vorn" kommen!“

Sabine Kropf-Brandau, Pröpstin: „Ich freue mich sehr, dass Obama wiedergewählt wurde. Jetzt hat er weitere vier Jahre Zeit, seine Ziele umzusetzen. Ich glaube, dass es ihm mit seiner charismatischen Persönlichkeit gelingen wird, das Land zusammenzuhalten. Natürlich ist es wichtig, dass sich die Kirche auch zu politischen Fragen äußert, aber den großen Einfluss, den die Religion in den USA hat, finde ich sehr befremdlich.

Klaus Stöcker, Bauunternehmer, Kreishandwerksmeister: „Obama kennen wir seit vier Jahren und können ihn besser einschätzen. Ich finde es positiv, dass er wiedergewählt wurde, obwohl die amerikanische Politik eigentlich kaum Einfluss auf das örtliche Handwerk hat. Für die USA ist der asiatische Raum viel wichtiger als Europa.“

Heinrich Leist, Unternehmer, IHK-Regionalvorsitzender: „Obama wird durch seine Investitionen in das amerikanische Sozialsystem die Schulden des Landes in die Höhe treiben. Das schwächt den Dollar und stärkt den Euro. Für Deutschland als Exportnation ist das nicht gut. Menschlich habe ich bei beiden Kandidaten keine Präferenzen. Mir geht es darum, dass ein Politiker klare Aussagen macht.“

Elke Künholz, 1. Kreisbeigeordnete: „Die USA haben sich unter Obama in eine bessere Richtung entwickelt, als zuvor unter Bush. Das war auch gut so – und das kann Obama in seiner zweiten Amtszeit fortsetzen. Ich erwarte, dass er sich verstärkt wirtschaftlichen Themen widmet und er das Soziale weiter stärkt, wie bereits geschehen. Und ich sehe in Obama einen verlässlichen Freund, dem ich herzlich zum Wahlsieg gratuliere.“

Dr. Karl-Ernst Schmidt, Landrat: „Obamas erste Amtszeit war nicht überragend, aber mit dem heutigen Wahlsieg kann sich Barack Obama endlich den großen wirtschaftlichen Herausforderungen widmen und seine Präsidentenzeit erfolgreich gestalten. Mit der Gratulation zum Sieg verbinde ich diese Erwartung“. (kai)

Kommentare